Allianz schafft Garantie ab?! | Was bedeutet das für DICH?

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Worum geht es?

Wenn eine Versi­che­rung zukünftig keine 100% Beitrags­ga­rantie anbietet, ist das gut oder schlecht? In diesem Video erläu­tere ich den Zusam­men­hang und was Du daraus lernen kannst.

Inhalt des Videos (Tran­skrip­tion):

Anfang Oktober gab es Pres­se­ar­tikel zu dem Thema Allianz und deren Verkün­dung, dass es zukünftig keine Tarife mehr mit Beitrags­ga­rantie gibt.

Das heißt also, die zukünf­tigen Tarife ab nächstem Jahr beinhalten keine hundert­pro­zen­tige Garantie mehr auf das einge­zahlte Geld. Und wie sich das Ganze auswirkt, das wollten dann Leute aus dem Zuschau­er­kreis hier auf dem YouTube-Kanal wissen und teil­weise werde ich das auch mal in den Bera­tungen gefragt. Und genau darum soll es in diesem Video gehen.

Tach zusammen, hier ist der Lehnen. Ich bin unab­hän­giger Finanz und Versi­che­rungs­makler aus Dort­mund und ich zeige online meinen Mandanten, wie sie sich finan­ziell verbes­sern können.

Und öfters mal werde ich gefragt, was ist denn eigent­lich mit diesem Thema Beitrags­ga­rantie? Da hat man jetzt Anfang des Monats mal so ein biss­chen was in der Presse darüber gelesen und auch hier im YouTube-Kanal wurde ich danach gefragt. Und natür­lich gehe ich dann auf das Thema ein, wenn euch das inter­es­siert. Wir wollen mal gemeinsam rein­gu­cken, was da eigent­lich genau passiert ist. Aber bevor wir das machen, eine Frage, bist du dir wirk­lich sicher? Kannst du jetzt blind davon ausgehen, dass du diesen YouTube-Kanal wirk­lich abon­niert hast? Wenn das nicht der Fall ist, dann würde ich auf jeden Fall hier links unten mal kurz klicken, weil dann kriegst du immer mit, wenn hier ein neues Video auftaucht und das passiert in der Regel einmal die Woche. Und am besten ist es, du machst die Glocke auch noch an, dann wirst du sogar benachrichtigt.

Was ist eine Beitragsgarantie?

So was ist jetzt also genau passiert? Was ist denn über­haupt eine Beitrags­ga­rantie? Die Beitrags­ga­rantie bedeutet im Prinzip, dass das einge­zahlte Geld was du zukünftig also mal in den Vertrag, in einen Renten­ver­trag einzahlen wirst, das dass dir am Ende garan­tiert auch wieder zur Verfü­gung steht. Und das würde dann bedeuten, keine Ahnung, nehmen wir mal als Beispiel du zahlst 200 Euro im Monat, mal zwölf mal 30 Jahre, dann kommt da X Euro bei raus. Ich habe das jetzt nicht Kopf rechnen können, deshalb blende ich das jetzt mal hier ein. Das würde dir dann in so einem Vertrag garan­tiert werden. Und in Deutsch­land ist es so, dass viele Leute so eine Garantie immer toll finden. Und ich will in diesem Video mal erklären, warum das eigent­lich gar nicht so toll für dich ist und warum das ganz gut ist, dass die Allianz da jetzt in die Rich­tung geht zu sagen, wir wollen das jetzt zukünftig gar nicht mehr anbieten.

Ich wechsle mal hier rüber auf den Monitor und dann sehen wir z.B. von Anfang Oktober hier aus der Süddeut­schen Zeitung, die Allianz künftig ohne Beitrags­ga­rantie. Die Allianz rückt vom Konzept der Garantie für die einge­zahlten Beiträge ab. Das heißt aber auch, Kunden können bei einer Lebens­ver­si­che­rung bis zu 40 Prozent des einge­zahlten Geldes verlieren. Das ist jetzt wieder so eine reiße­ri­sche Schlag­zeile. Meiner Meinung nach in die falsche Rich­tung, rheto­risch gebracht. Und da will ich auch gleich nochmal darauf eingehen. Das Handels­blatt hat auch geschrieben, Allianz baut die Lebens­ver­si­che­rung um, 100 Prozent Beitrags­ga­rantie bei Neuver­trägen wird abgeschafft.

Also, bevor wir da weiter­ma­chen, mal ganz kurz, an dieser Stelle, das Schlimme ist ja, dass der Mensch immer natür­liche Reak­tionen auf Dinge zeigt. Und wenn man einem Menschen etwas wegnimmt, dann ist immer erstmal Empö­rung da und dann ist auch gleich­zeitig der Drang, das will ich aber behalten, warum? Das ist bei meinen Töch­tern z.B. auch so wenn du denen irgendwas wegnimmst, dann wollen sie es umso mehr haben. Spielt die ganze Zeit nicht mehr mit dem Ball die Kurze, und dann nimmst du den  Ball weg, ich will den Ball, ich will den Ball.

So, das ist jetzt bei Menschen gene­rell so. Es könnte jetzt also dazu führen, dass du viel­leicht inner­lich den Drang verspürt. Ja, dann muss ich mir das jetzt aber nochmal sichern, wenn das ab nächstem Jahr nicht mehr so ist, dann jetzt nochmal schnell mitnehmen. Es könnte sogar passieren, dass viel­leicht irgend­welche Versi­che­rungs­ver­treter oder Bank­be­rater oder wer auch immer, auf dich zukommt und sagt, mach nochmal schnell dieses Jahr so eine Versi­che­rung, weil nächstes Jahr gibt es keine Garantie mehr.

Das würde ich auf keinen Fall machen. Und wenn du dir dieses Video bis zum Ende anguckst, dann wirst du auch verstehen, warum das eigent­lich voll­kommen unwichtig für dich ist. Oder ganz im Gegen­teil, es sogar gut ist. Gehen wir also mal wieder zurück.

Was ist ein Zins?

Wir wollen mal ganz kurz in die Rich­tung gehen, was ist eigent­lich ein Zins? Das kann gleich wichtig werden. Und zwar ein Zins, sagt Wiki­pedia, ist in der Wirt­schaft das Entgelt, das der Schuldner dem Gläu­biger als Gegen­leis­tung für vorüber­ge­hend über­las­senes Kapital zahlt. Also ganz einfach, du gibst jemanden Geld und der gibt dir etwas als Beloh­nung sozu­sagen, nämlich einen Zins. Und das ist bei einer Versi­che­rung genauso. In der Vergan­gen­heit war es so, dass du bei Lebens- und Renten­ver­si­che­rungs­ver­trägen dem Versi­cherer das Geld gegeben hast und der hat dir im Gegenzug einen Zins garan­tiert. Das war der Höchst­rech­nungs­zins oder im Volks­mund auch Garan­tie­zins. Und dieser Garan­tie­zins wurde dann halt nochmal gestei­gert über Über­schüsse auf eine insge­samt noch höhere Verzin­sung, zumin­dest planmäßig.

Höchst­rech­nungs­zins

Jetzt gucken wir uns nochmal eben an, wie sieht denn dieser Höchs­tech­nungs­zins in der Vergan­gen­heit eigent­lich aus? Der war damals mal, seit 1942, bei 3 Prozent. Dann ging er in den 90er Jahren sogar hoch bis auf 4 Prozent und danach fiel er immer weiter ab. Das heißt also, es gibt alte Verträge aus den 90er Jahren und dazu habe ich auch mal Video gebracht, ob sich sowas lohnt solche Verträge auf Teufel komm raus zu halten. Da wurde auf den Spar­an­teil, nicht auf den Beitrag, auf den Spar­an­teil, ein Höchst­rech­nungs­zins, also ein Garan­tie­zins von 4 Prozent garantiert.

Das wurde dann immer weniger, immer weniger. Es gibt so ein bestimmtes Verfahren wie sich dieser Höchst­rech­nungs­zins eigent­lich zusam­men­ge­setzt hat. Also das ist im Prinzip viel zu kompli­ziert, das müssen wir gar nicht erläu­tern. Aber ihr seht ja, dass der Zins immer weiter runter­ge­gangen ist. Das heißt 3,25, 2,75, 2,25, 2007 2012 1,75 und mitt­ler­weile ist er seit Januar 2017 bei 0,9 Prozent. Und weil sich dieser Höchst­rech­nungs­zins errechnet aus der Rendite von Staats­an­leihen sieht man halt auch, wie sich die Markt­ren­dite entwi­ckelt hat. Also die Markt Rendite hängt damit ja indi­rekt zusammen.

Die ist halt weiter runter­ge­gangen. So, das bedeutet jetzt also für den Versi­cherer, der hat ein Riesen­pro­blem, weil was ist denn jetzt mit den Leuten, die 4 Prozent garan­tiert bekommen haben, die so einen Vertrag von 1994 oder 95 oder irgendwas in der Rich­tung noch haben? Und die kriegen das Geld jetzt in den nächsten 5, 6, 7, 8, 10, 15 Jahren ausge­zahlt. Und die Versi­cherer haben jetzt arge Probleme, diese 4 Prozent über­haupt zu erzielen, wo kriegst du denn heute noch 4 Prozent auf klas­si­sche Art und Weise.

Das ist eigent­lich das Problem der ganzen Nummer. Die Versi­che­rungs­wirt­schaft bzw. die Lebens­ver­si­cherer, also auch für Renten­ver­si­che­rungen gilt das. Man nennt das halt in der Sparte Lebens­ver­si­che­rung und die haben das Problem, dass sie diesen Zins von damals gar nicht mehr selber erzielen und haben Schwie­rig­keiten, den über­haupt noch zu liefern oder zu errei­chen am Markt. Und dafür gibt es dann sogar eine Zins­zu­satz­re­serve. Die müssen Versi­cherer bilden, um diese Verspre­chen aus der Vergan­gen­heit über­haupt abde­cken zu können.

Und dieses Problem wird in den letzten Jahren immer größer oder wurde immer größer. Und das ist dann ein logi­scher Schritt, dass so eine Allianz dann sagt, wir machen das jetzt in Zukunft nicht mehr, dass wir die Beiträge garan­tieren, weil die Zins­land­schaft sich so oder der Markt hat sich so verän­dert, die Zins Land­schaft auch, wir können das gar nicht mehr in der Form erzielen, zukünftig. Deshalb wollen wir keine neuen Verpflich­tungen mehr in die Rich­tung eingehen. Das ist verständ­lich und es ist sogar sinnvoll.

Also wir haben gerade gesagt, der Zins ist die Beloh­nung quasi die du bekommst, wenn du anderen Leuten das Geld gibst. Bei einer Bank übri­gens genauso, bei der Bauspar­kasse auch. Wenn du dir die heutige Spar­bü­cher mal anschaust, dann gibt es einfach keinen Zins mehr. 0,001 oder irgendwas oder viel­leicht auch gar keinen.

Wie arbeitet ein Versi­cherer mit deinem Geld?

Lass uns mal gemeinsam rein­gehen in die Thematik. Wie arbeitet eigent­lich ein Versi­cherer mit eurem Geld, wenn er es selber arbeiten lässt, also wenn er selber das Geld anlegt? Und zwar bin ich hier auf der Seite vom gewanten Gesamt­ver­band der Deut­schen Versi­che­rungs­wirt­schaft GDV. Und wir sehen hier die Struktur der Kapi­tal­an­lagen der Lebens­ver­si­cherer, Berichts­jahr 2019.

Man sieht jetzt hier 2017, 18 und 19. Wie hat sich das Geld da entwi­ckelt bzw. vor allen Dingen wie war es verteilt? Das ist eigent­lich das Entschei­dende. Und dann sehen wir, dass die Versi­cherer schon immer einen großen Teil des Geldes über 80 Prozent in Renten inves­tieren. Also Renten, sieht man jetzt hier nochmal, sind ein biss­chen näher defi­niert in Hypo­theken, Auslei­hungen, Schuld­ver­schrei­bungen, fest­ver­zins­liche Wert­pa­piere und auch über Fonds gehal­tene Renten, also keine Akti­en­fonds, sondern Anlei­hen­fonds beispiels­weise, also Renten­fonds, Einlagen bei Kreditinstituten.

Das heißt über 80 Prozent, Mitte 80 Prozent des Geldes liegt in immer schlechter verzinsten Anlagen und nur knapp 5 Prozent oder mitt­ler­weile knapp über 5 Prozent liegt in Aktien und ein biss­chen was in Betei­li­gungen. Ansonsten auch noch was in Immo­bi­lien. So, und wenn du jetzt ein biss­chen Invest­ment affin bist und viel­leicht meinen Kanal auch so ein biss­chen mehr verfolgst, dann wirst du ja wissen, dass die Historie gezeigt hat, dass die Akti­en­märkte die lukra­tivste Geld­an­lage aus allen Asset Klassen ist. Und das ist einfach empi­risch belegt oder belegbar.

Wenn jetzt aber ein Versi­cherer nur 5 Prozent des Geldes, was er verwaltet und arbeiten lässt, in diesen Bereich inves­tiert und über 80 Prozent des Geldes in schlecht verzinste Bereiche inves­tiert, dann ist es ja logisch, dass die Gesamt­ver­zin­sung immer weiter runter­geht. Es gibt übri­gens da auch ein Gesetz, glaube ich, kann man so sagen. Was regle­men­tiert, wie viel die über­haupt in Aktien inves­tieren dürfen. Ich meine in Erin­ne­rung zu haben, dass das nicht mehr als 30 Prozent sein dürfen. Aber du siehst ja, es ist unglaub­lich weit davon entfernt. Warum das jetzt so ist, kann ich an der Stelle gar nicht begründen, aber schlimm genug ist es.

Das heißt also, ein Versi­cherer kriegt Geld, legt es selber schlecht verzinst an und kann dementspre­chend auch nicht mehr gut Garan­tien ausspre­chen. Das ist der Grund, warum dann jetzt zukünftig die Stra­tegie der Allianz zum Beispiel ist, zu sagen, wir gehen jetzt im Garan­tie­ver­spre­chen weiter runter, um ein biss­chen freier in der Kapi­tal­an­lage agieren zu können, um die Gesamt­ren­dite wieder nach oben zu kriegen.

Meiner Meinung nach ist das aber sowieso ein Bereich, in den ich persön­lich über­haupt nicht inves­tieren würde. Also ich würde persön­lich keinem Mandanten, der noch eine gewisse Lauf­zeit vor sich hat, von ab 15 Jahren aufwärts oder viel­leicht 20 Jahren aufwärts, würde ich persön­lich keine verzinste Renten­ver­si­che­rung anbieten, weil die Frage danach und das ist halt das Problem. Die Frage danach kommt ja nur aufgrund einer falschen Einstellung.

Der Deut­sche fragt nach sicheren Anlagen, weil er Aktien beispiels­weise nicht für sicher hält. Wenn man aber lang­fristig sieht, dass die Akti­en­märkte ab 15 Jahren nie Minus produ­ziert haben, dann ist die Angst unbe­gründet. Und das ist z.B. die Aufgabe, die ich in den Bera­tungen sehe, auf meiner Seite, dass ich die Mandanten darüber infor­mieren muss, dass das zukünftig sinn­voller ist, eher betei­ligt zu sein an Akti­en­märkten, anstatt jetzt anderen Leuten das Geld zu geben und dann auf einen Zins­verpre­chen zu hoffen.

So, also grund­sätz­lich würde ich sagen, diese Garan­tie­ab­sen­kung ist gut, weil der Versi­cherer dann jetzt ein biss­chen freier agieren kann und vor allen Dingen auch ein Signal setzt, damit die Leute mal sehen, okay, was hat das denn für Gründe über­haupt? Dazu will ich mit dem Video ein biss­chen beitragen. Grund­sätz­lich aber, gerade in meiner Ziel­gruppe, die haupt­säch­lich im Bereich zwischen 30 und 45 sich bewegt. Ich würde immer sagen, wenn schon eine Versi­che­rung, das ist halt das, was ich grund­sätz­lich schon gut finde, dann aber eine z.B. die in ETFs für dich investiert.

Das heißt, der Umweg über die Versi­che­rung hat steu­er­liche Gründe und du gehst einen kleinen Nach­teil ein, in dem du Kosten in Kauf nimmst. Du kriegst aber auch einen Vorteil dafür, indem du z.B. Lang­le­big­keit absi­cherst, weil du ja eine lebens­lange Rente bekommst, wenn es eine Alters­vor­sorge ist. Und selbst wenn du es auf einmal auszahlen lässt, hast du gewisse Steu­er­vor­teile, während der Phase und auch am Ende. Das ist ein anderes Video. Das verlinke ich dir auch mal hier.

Wenn eine Renten­ver­si­che­rung, dann auf jeden Fall Fonds oder ETF gebunden, noch besser. Das heißt, der Versi­cherer nimmt Geld entgegen, arbeitet aber selber gar nicht damit, sondern er leitet es weiter durch in ETFs, die du dir aussu­chen kannst. Und das ist übri­gens der Grund, im geist­li­chen Sinne. Ich bin für Frei­heit. In meiner Bera­tung geht es viel auch um das Thema Frei­heit in verschie­dener Hinsicht. Und ich bin auch dafür, dass der Mandant die Frei­heit hat, selber zu entscheiden, wie sein Geld arbeiten soll.

Weil wenn jetzt ein Mandant sagt, ich möchte aber nicht zu 100 Prozent in Aktien inves­tiert sein, dann kann er das ja auch in einer fonds­ge­bun­denen Renten­ver­si­che­rung, also in einer Fonds­po­lice. Dann würde er zum Beispiel sagen, ich inves­tiere 70 Prozent in Anleihen ETFs und 30 Prozent in Aktien ETFs. Wenn er darauf Bock hat, aber da hat er es selber in der Hand. Wenn du das Geld der Versi­che­rung gibst, dann hat die das in der Hand und dann kannst du gar nicht mehr mitreden. Das heißt, so Themen wie Nach­hal­tig­keit, Akti­en­quote und und und. Das kannst du nicht mehr mitbe­stimmen. Deshalb würde ich grund­sätz­lich dazu nicht raten.

Was bedeutet Rendite?

So, jetzt gehen wir nochmal kurz in Wiki­pedia rein und dann sehen wir zum Beispiel, dass Rendite was ganz anderes ist. Die Rendite ist im Finanz­wesen der in Prozent eines Bezugs­werts ausge­drückte Effek­tiv­zins, den ein Anleger bei Finanz­pro­dukten oder ein Investor bei Inves­ti­tionen, inner­halb eines Jahres, erzielt. Eine Einnahme sozu­sagen, die sich aus einer Inves­ti­tion ergibt. Und Rendite ist halt was anderes als Zins. Bedeutet, wenn du jetzt Geld in Akti­en­märkte inves­tierst, dann kriegst du halt keine Garantie, sondern du parti­zi­piert ja am Gewinn, den Aktien Unter­nehmen erzielen. Wenn du also in Akti­en­märkte inves­tierst oder auch meinet­wegen in Aktien und Akti­en­ge­sell­schaften, dann inves­tierst du in die Wirt­schaft oder sparst nicht dein Geld für ein Zinsversprechen.

Und deshalb eine Fonds­po­lice anstatt einer klas­sisch verzinsten Renten­ver­si­che­rung. Und wenn man das mal so betrachtet, dann ist es ja im Prinzip egal, wie die Garantie aussieht. Weil wenn Leute bei mir z.B. Fonds­po­licen machen, dann machen sie es immer ohne Garantie. Es sei denn, es ist nicht anders möglich, z.B. bei der Riester-Rente oder bei der betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung. Da muss halt eine Garantie rein, aber ansonsten würde ich es ohne Garantie machen. Und da kommen dann halt so Sachen zum Tragen wie z.B. der Welt Akti­en­index MSCI World. Der bringt halt lang­fristig im Schnitt, keine Ahnung, 7,7 bis 8 Prozent Rendite.

Und du kannst dir ja bei so einer guten Fonds­po­lice auch den MSCI World aussu­chen. Also warum sollte man jetzt dann eine klas­sisch verzinste Renten­ver­si­che­rung machen? Das ist so der Punkt, weswegen ich der Meinung bin, im Prinzip ist diese Entschei­dung der Allianz, zu sagen, ich gehe mit der Garantie runter, eigent­lich egal, weil die Kunden, die mich fragen und sagen, ich möchte gerne eine Fonds­po­lice machen, aber können wir da eine Garantie einbauen? Denen würde ich jetzt erstmal sehr lange erklären, dass das über­haupt nicht sinn­voll ist, eine Garantie einzu­bauen, weil der Versi­cherer dann ja auch wieder hergehen muss und das Geld sicher anlegen muss. Und das bei der heutigen Zins­lage macht einfach keinen Sinn.

So, ich habe jetzt ein biss­chen weit ausge­holt. Ich hoffe, das war noch okay für euch und ich hoffe, ihr konnte dem folgen. Mir ist es aber immer sehr wichtig, dass gerade auch Gesamt­zu­sam­men­hänge verstanden werden. Wenn zu diesem Thema noch Fragen bestehen, schreibe mir mal hier die Kommen­tare. Ob das jetzt für dich ein Welt­un­ter­gang ist, dass die Garantie abge­senkt wird oder ob du das auch gut findest.

Wie würdest du das sehen? Soll das zukünftig bei allen anderen Versi­che­rern auch so gemacht werden? Bist du dafür, dass die Garantie komplett abge­schafft wird? Das würde mich tatsäch­lich mal inter­es­sieren. Deshalb schreib mal ruhig hier drunter. Wenn dir das Video gefallen oder sogar geholfen hat, dann würde ich mich sehr freuen, wenn du mal hier kurz drückst und ein Daumen nach oben hinter­lässt. Und dadurch, dass der Groß­teil meiner Zuschauer gar nicht Abon­nent meines Kanals ist, würde ich mich super­duper freuen, wenn du dieser Commu­nity beitrittst. Wir sind ja mitt­ler­weile über 1800 Menschen. Tritt der Commu­nity bei, klicke den abon­nieren Button, kostet ja nichts. Und dann sehen wir uns nächste Woche, wenn es wieder heißt, Finanz Freitag.

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