Fonds­po­lice: Reba­lan­cing und Ablauf­ma­nage­ment | BEQUEMLICHKEIT

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Inhalt des Videos:

Ich werde ja sehr häufig ange­fragt zum Thema Alters­vor­sorge. Und da geht es in die Bereiche private Alters­vor­sorge, betrieb­liche Alters­vor­sorge, Riester, Fonds­po­licen und so weiter und so fort. Und in der letzten Zeit hat sich immer wieder heraus­ge­stellt, dass es noch einen weiteren Punkt gibt, der wichtig ist, neben Bedin­gungen, Kosten, Rendite und so weiter. Nämlich die Bequem­lich­keit. Also wirk­lich ein weicher Faktor? Über diesen Faktor spre­chen wir heute mal in Verbin­dung mit Fonds­po­licen, Reba­lan­cing und  Ablauf­ma­nage­ment.

Ich muss direkt vorne weg sagen, dieses Video ist nicht für diese typi­schen Do it yourself-Leute. Sprich also für die, die mal über­trieben gesagt, jeden zweiten Tag ein Finanz­buch lesen, die einmal in der Woche ihr ETF Depot checken und sich mit Aktien beschäf­tigen und so weiter und so fort. Für die ist das Thema nichts. Aber diese Leute folgen in der Regel auch nicht meinem Kanal, und für die Leute gibt es auch in der Regel keinen Beratungs‑, ich sage mal Bedarf. Also sagen wir mal, die sind zumin­dest sehr resis­tent, wenn es um Bera­tung geht und wollen das in der Regel auch einfach gar nicht.

Ich will in diesem Video einfach mal ein biss­chen aus der Praxis erzählen. Bei mir melden sich ja meis­tens Menschen mit eher geho­benem Einkommen, meis­tens mit akade­mi­schem Hinter­grund. Also wirk­lich keine Dumm­köpfe. Es sind Menschen, die einen gewissen Anspruch haben, einen Anspruch, Dinge zu verstehen. Die mögen das, wenn ich Dinge erklären kann, die mögen das, Dinge ansatz­weise zu erfassen. Und dann ist es auch gut, weil dann ist es meis­tens so, dass sie sich einen Berater suchen, und das hat sich immer wieder heraus­ge­stellt, wenn ich frage, was habt ihr denn für eine Erwar­tungs­hal­tung an mich als Berater? Dann kommt meis­tens als Antwort. Ich will die Dinge einmal verstehen, ich will jemanden haben, der mich da begleitet in der Kauf­ent­schei­dung. Und dann will ich, dass das läuft. Und wenn ich mal eine Frage hab, will ich einen Ansprech­partner haben. Punkt. Also, verein­facht gesagt, die wollen ihr Leben leben. Die wollen die Dinge in vernünf­tigen Händen wissen, und das ist im Grunde genommen ja meine Aufgabe als Makler, in der Funk­tion als Einkäufer.

Und was ist jetzt der Punkt, auf den ich eigent­lich hinaus will? Komfort, Bequem­lich­keit. Bedeutet, manchmal ist es so, dass theo­re­tisch etwas besser wäre, aber prak­tisch nicht umzu­setzen ist, weil es nicht vereinbar ist mit den Zielen, die ein Mensch so hat. Bestes Beispiel, meine Frau hatte letz­tens einen Ölwechsel anstehen, am Auto. Jetzt bin ich hand­werk­lich nicht wirk­lich so derje­nige, der da Spaß dran hat, sich mit zu beschäf­tigen. Ich bin mir relativ sicher, dass, wenn ich mich damit beschäf­tigen würde, dann würde ich auch verstehen, wie man so einen Ölwechsel macht, wo man etwas schrauben muss und wie man das ablässt und wie man das entsorgt und wo man das wieder einfüllen und so weiter und so fort.

Habe ich aber keine Lust drauf. Ich fahre also zu BMW, bringe das Auto dahin, hole es hinterher wieder ab, ist gewa­schen. Fertig.

Dann hat sich das Thema für mich-. Natür­lich ist es auch teurer. Ich habe zum Beispiel einen Nach­barn, der macht alles selber. Der sitzt alle naselang unter seinem Auto und hat immer irgendwas zu schrauben. Und da muss man sich dann die Frage stellen, was ist man für ein Typ? Und das ist das, was ich gerade damit meinte. Bei mir melden sich Leute, die sagen, okay, ich will verstehen, was Sache ist, damit ich bei der Werk­statt nicht veräp­pelt werde.

Aber ich bin jetzt nicht der Typ, der wegen jeder Klei­nig­keit selber dran geht. Jetzt wäre es natür­lich gut, wenn man da jemand hätte, der einem dabei hilft. Das ist ja letzten Endes mein Job. Wenn ich die letzten Bera­tungen mal so reflek­tiere, dann ist das sehr, sehr häufig ein Punkt gewesen. Diese Bequem­lich­keit, die für eine Fonds­po­lice gespro­chen haben. Es gibt nämlich Dinge, die funk­tio­nieren in einer Fonds­po­lice von alleine und bei einem ETF Spar­plan muss man sie manuell machen.

Und ich weiß, ein ETF Spar­plan hat güns­ti­gere Kosten, in der Regel. Dafür hat die Fonds­po­lice natür­lich auch andere Vorteile. Steu­er­lich und Lang­le­big­keits­thema und so weiter und so fort. Da will ich aber gar nicht drauf hinaus. 

Reba­lan­cing

Wir spre­chen jetzt mal über das Thema Reba­lan­cing. Was ist denn Reba­lan­cing eigent­lich? Reba­lan­cing bedeutet, eine Balance, ein Gleich­ge­wicht wieder­her­stellen, und das ist in der Kapi­tal­an­lage genauso der Fall. Ich habe also eine Gewich­tung in verschie­dene Bereiche. Sei es jetzt mal ganz einfach gesagt, in dem Bereich Aktien und in dem Bereich Anleihen. Also risi­ko­är­mere Anla­ge­formen.

Und wenn ich jetzt sage, ich habe mich fest­ge­legt, anhand meines Anle­ger­pro­fils auf eine gewisse Vertei­lung, dann ist Reba­lan­cing das einfach wieder herzu­stellen. Warum könnte das über­haupt wieder herge­stellt werden müssen? Weil sich z.B. zwei verschie­dene Töpfe unter­schied­lich entwi­ckeln. Also, wieder einfa­ches Beispiel, Akti­en­märkte brechen ein. Dann ist es so, dass man, wenn man reba­lanct, sagt, ich müsste jetzt aus dem risi­ko­är­meren Berei­chen, ein biss­chen rüber­schichten in den Akti­en­be­reich, damit wieder das ursprüng­liche Gleich­ge­wicht herge­stellt ist.

Das, was ich jetzt hier darstelle, wäre 50:50. Das ist oftmals nicht so. Manchmal ist es 8:20. Manchmal ist das auch eine ganz andere Form von Vertei­lung. Zum Beispiel, dass man sagt Ich mache jetzt 70 % in den MSCI World ETF und 30 % in den MSCI Emer­ging Markets oder All World oder was auch immer. Ich habe aber letzten Endes einmal eine Vertei­lung fest­ge­legt, und die Töpfe werden sich unter­schied­lich entwi­ckeln. Und die Finanz­wis­sen­schaft hat heraus­ge­stellt, dass es sinn­voll ist, regel­mäßig ein Reba­lan­cing zu betreiben, also die Töpfe in der Vertei­lung wieder­her­zu­stellen.

Also, wieder das Beispiel, 70:30. Irgend­wann wäre es so, dass es 80:20 ist. Dann wäre es 90:10, und dann hast du einfach nicht mehr die ursprüng­lich gewollte Vertei­lung deines Vermö­gens. Und Reba­lan­cing würde dann bedeuten, ich müsste mir jetzt manuell ausrechnen, wie haben sich die Töpfe entwi­ckelt. In welchen Berei­chen müsste ich jetzt etwas verkaufen? Und in welchen Berei­chen müsste ich nach­kaufen, damit das wieder herge­stellt ist? Das geht. Das machen auch viel­leicht viele. Das kann gut sein.

Aber wenn ich jetzt mal reflek­tiere, ist es sehr häufig so, dass Leute sagen, ja, da  habe ich eigent­lich auch keine Lust drauf. Und bei der Fonds­po­lice zum Beispiel, kann man einen Haken setzen, und es ist so, dass das Geld auto­ma­tisch einmal im Jahr reba­lanct wird, oder das Kapital. Und das ist ein Bequem­lich­keits­faktor. Es ist also so, dass du eben nicht Bock hast, dich einmal im Jahr, die nächsten 35 Jahre, mit deinem ETF Depot zu beschäf­tigen, weil du immer wieder reba­lanct.

Das heißt, du musst wieder verkaufen, musst wieder kaufen, musst wieder ausrechnen, wie viel ist das jetzt gerade? Also, die Praxis zeigt, die Leute wollen jetzt einmal eine Alters­vor­sorge. Sagen, ich möchte da gerne 300 Euro inves­tieren. Dann läuft das durch und fertig ist. Da wird viel­leicht auch zwischen­durch mal ein biss­chen erhöht. Viel­leicht wird auch zwischen­durch mal wieder Geld raus­ge­nommen. Aber die wollen sich nicht damit beschäf­tigen. Was muss ich jetzt hier tun? Was muss jetzt hier gemacht werden? Und das kann ein solcher Auto­ma­tismus den Leuten abnehmen, und das mögen die dann auch.

An dieser Stelle ganz, ganz wichtig. Bei dem steu­er­li­chen Aspekt, ist das nochmal ein ganz großer Unter­schied an der Stelle. Denn jedes Reba­lan­cing bedeutet, ich muss ja Anteile verkaufen. Und das kann dann irgend­wann gut sein, wenn eine gewisse Größe über­schritten ist, die zum Beispiel jetzt dafür sorgt, dass du Erträge reali­siert, die höher als dein Frei­be­trag sind. Dann hast du ja Gewinn reali­siert, der wieder versteuert werden muss. Und das, beispiels­weise jetzt einmal im Jahr, jedes Jahr verkaufst du was, und jedes Jahr kaufst du was. Und beim Verkaufen fällt die Abgel­tungs­steuer an.

Und beim Kauf fallen Trans­ak­ti­ons­kosten an. Das zum Beispiel, berechnen viele gar nicht. Das heißt also, wenn du jetzt einen ganz normalen Zinses­zins­rechner nehmen würdest, und sagst, ein ETF kostet ja nichts und gibst dann nichts ein, dann ist das in der Regel nicht richtig, weil es gibt Trans­ak­ti­ons­kosten, Depot­ge­bühren, die sich dann auch nochmal in ETF Spar­plänen verste­cken. Und das aber, was noch viel, viel stärker ins Gewicht fällt, gerade dann, wenn sich ein biss­chen mehr Kapital ange­häuft hat. Du hast bei jedem Reba­lan­cing­vor­gang hast du die Abgel­tungs­steuer, die fällig wird. Und bei der Fonds­po­lice ist es so, das hab ich in einem anderen Video mal erklärt. Da passiert das alles inner­halb der Police. Das heißt, da hast du gar keine Abgel­tungs­steuer während der Lauf­zeit. Die Fonds­po­lice wird nur am Ende versteuert bzw. dann, wenn du zwischen­durch auch mal Geld raus­nehmen würdest. Das ist ja ganz klar. Aber bei den typi­schen Reba­lan­cing­vor­gängen eben nicht. Und das ist ein lang­fristig gesehen großer Unter­schied, der sich da bemerkbar machen kann und der wird oftmals vergessen.

Ablauf­ma­nage­ment

Anderer Bequem­lich­keits­punkt, Ablauf­ma­nage­ment. Wenn ich die Mandanten frage, kannst du dir vorstellen, dass du im Renten­alter mehrere 100 000 Euro im Akti­en­be­reich drin lässt und einfach laufen lässt? Dann sagen viele, ja, ich weiß nicht, wäre das viel­leicht nicht sinn­voll, wenn man vorher mal so ein biss­chen da  aus den Aktien raus­geht. Dann sage ich, ja, das kann ich gut verstehen. Das wird auch häufig gemacht. Und man müsste jetzt wieder sich selber daran erin­nern, unter der Voraus­set­zung, man hätte die 35 Jahre durch­ge­halten.

Man müsste sich ja daran erin­nern, ach Moment mal, das war doch jetzt so, ich gehe ja mit 67 in Rente. Jetzt haben wir, ich bin ja schon 62, fünf Jahre sind es noch. Ich fange jetzt mal langsam an, das Geld umzu­schichten. Also, setzt das ja voraus, du bist wieder ganz nah dran, du beschäf­tigst dich regel­mäßig damit und vergisst das auch nicht. Auch da, das ist bei den Nerds, die da Bock drauf haben, selbst­ver­ständ­lich. Ok.

Aber das sind eben nicht meine Mandanten. Meine Mandanten sagen, ja, wer weiß, ob ich daran denke, wer weiß, ob ich das nicht vergesse. Wer weiß, ob ich nicht viel­leicht zu gierig bin und dann sage, komm, lass noch mal ein biss­chen laufen, dann kommt der große Crash. Und ein Auto­ma­tismus in einer Fonds­po­lice zum Beispiel, wäre das soge­nannte Ablauf­ma­nage­ment. Das heißt, du kannst selber einstellen. Nehmen wir als Beispiel 5 Jahre. 

Liebe Versi­che­rung, fünf Jahre bevor ich in Rente gehe, fangt bitte mal an, mein Geld langsam aus den Akti­en­märkten raus­zu­nehmen und packt das in sichere Fahr­wasser. Damit ich eben nicht riskiere, dass hinten raus noch ein unglaub­lich großer, unglaub­lich großer Crash kommt. Das könnte ja jetzt theo­re­tisch im März gewesen sein. Stell dir mal vor, du wärst jetzt im April in Rente gegangen oder zumin­dest plan­mäßig. Und im März, ratsch, rasseln die Märkte dann mal ebenso runter. Jetzt ist es, ich weiß, wieder hoch­ge­gangen. Ist auch ganz prima. Aber, in dieser Zeit hast du wahr­schein­lich keine ruhige Nacht.

Und da komme ich auf einen Punkt, der leider auch nicht oft wirk­lich Berück­sich­ti­gung findet. Nämlich die Entschei­dungen, die heute von Leuten getroffen werden, werden manchmal in einer Lebens­phase getroffen, wo sie diese Entschei­dung noch wirk­lich gar nicht treffen können. Worauf will ich da hinaus? Ich mache vorher nochmal kurz zum Beispiel. Ich finde es auch ziem­lich blöd. Das war zumin­dest bei mir damals so, dass ich eine Berufs­wahl treffen musste in einem Alter, wo ich über­haupt noch nicht bereit war dafür, mich gedank­lich in sowas hinein­zu­ver­setzen.

Also als Schüler, kurz vorm Abitur, hast du dir ja langsam ange­fangen, Gedanken zu machen, was machst du denn eigent­lich nach dem Abitur? Gehst jetzt studieren, machst eine Ausbil­dung oder was machst du? Das ist eine Lebens­phase, wo einem Menschen eine unglaub­lich große Verant­wor­tung über­tragen wird, die er selber noch gar nicht tragen kann. Wenn man dann Eltern hat, die das unter­stützen oder andere Menschen, dann ist das super. Und in der Kapi­tal­an­lage oder eine Alters­vor­sorge ist es teil­weise genauso. Ich höre also heute 20 Jährige sagen, ja, also, ich brauche, was du da jetzt erzählst mit dem Ablauf­ma­nage­ment, das brauche ich doch gar nicht. Weil ist doch viel besser. Ich gehe doch mit Aktien in Rente, und wenn ich dann im Renten­alter bin, dann kann ich ja von den Divi­denden schön leben. Das ist ja dann meine Rente. Ja, alles klar. Du bist jetzt 20, du hast in deinem Depot, viel­leicht 3000 Euro, viel­leicht auch 5000, viel­leicht auch 10000 Euro. Da kannst du das gar nicht beur­teilen. Da schläft man auch ganz anders. Ich habe Mandanten, die haben Millio­nen­ver­mögen, die haben teil­weise auch Hundert­tau­sende von Euros, als Produk­tiv­ka­pital ange­legt, also sprich in Aktien.

Und die gehen ganz anders mit der Thematik um. Weil die nämlich dann sagen, okay, ich bin jetzt entweder schon ganz knapp vor der Rente, oder teil­weise sind die sogar viel­leicht auch schon in Rente. Die werden einen Teufel tun und 100 % ihres Kapi­tals in Aktien legen. Die haben aber auch die Lebens­er­fah­rung, die haben die Weis­heit, dass Dinge eben nicht so laufen, wie man sie sich immer vorstellt.

Und das ist ein ganz anderes Gefühl, wenn du 500 000 Euro auf dem Konto hast oder auf dem Depot. Und dann kommt Corona 4, oder 5, oder 6. Und es rasselt wieder runter, und du hast 40 % Miese gemacht. Stell dir mal vor, 500 000 Euro, beispiels­weise, und dann rasselt das Ding 40 % runter. Wie fühlst du dich da? 

Das kannst ich nicht beur­teilen, wenn du heute sagst, ich habe hier 4000 Euro auf meinem ETF Depot, ist alles schön, das ist aber Spie­lerei. 

So, das heißt, du triffst jetzt eine Entschei­dung, nein, ich finde eine Fonds­po­lice doof. Nein, ich finde Fonds­po­lice und Ablauf­ma­nage­ment doof. Und nein, ich gehe mit Aktien in Rente. Du kannst das aber gar nicht beur­teilen, weil du das Gefühl gar nicht kennst, wenn du da richtig, richtig viel Geld hast und du weißt, dass es jetzt hier quasi mein Lebens­ver­mögen. Das habe ich mir ein Leben lang zusam­men­ge­spart.

Das klingt jetzt sehr aggressiv. Ich will auch gar nicht zu emotional werden. Aber, ich glaube mal, es gibt Punkte, die kann man viel­leicht jetzt noch gar nicht so abschätzen. Und das will ich eigent­lich nur damit sagen. Und das kann man bei einer Fonds­po­lice auto­ma­ti­sieren, indem man sagt, ich will mich da nicht dran erin­nern müssen, mach das einfach von alleine. 

Lang­le­big­keits­ri­siko

Und zum Schluss nochmal, ein weiterer Punkt, wenn ich dann frage, was es denn mit Lang­le­big­keits­ri­siko, ja, dann kann ich mir doch, sagen dann manche. Ja, dann kann ich mir doch das Kapital selber auszahlen. Das heißt, ich nehme mir dann einfach die Rente, die ich muss, und dann brauche ich keine Versi­che­rung. Ja, okay, kann auch sein, dass das viel­leicht funk­tio­niert. Viel­leicht hast du dann tatsäch­lich auch Glück, und das läuft in dem Bereich so, dass du eine Divi­den­den­ren­dite hast, die deine Rente ist.

Okay, gut. Aber, meine Erfah­rung zeigt, wenn man mal das Thema Infla­tion durch­rechnet und Steuern, dann ist die Brutto Renten­lücke so unglaub­lich groß, dass es sowieso kaum jemand schafft, die zu schließen. Ich hab ein Video, das verlinke ich mal hier. Das geht ein biss­chen darauf ein, wie eine Renten­lücke eigent­lich wirk­lich berechnet werden müsste. Und wenn man da mal die durch­schnitt­liche Infla­tion von 1,6 bis 2 % rein­rechnet. Dann kommst du hinterher auf einen Brutto Kapi­tal­be­darf, also, der den du eigent­lich brauchst, nach Steuern, weil die Rente ja versteuert wird.

Das schafft kaum einer. Jetzt nehmen wir mal das Beispiel, du hast hinterher eine Renten­lücke von 3000 Euro. Jetzt hast du auf deinem Depot 500 000 Euro. Norma­ler­weise müss­test du jetzt sagen, okay, ich weiß ja nicht, wie alt ich werde. Ich muss mir jetzt einfach eine lebens­lange Rente auszahlen, in irgend­einer Höhe. Auf jeden Fall wird es nicht 3000 Euro sein. Wird das denn wirk­lich passieren? Wird das denn wirk­lich passieren, das du sagst, okay, ich halte das jetzt ein, weil ich weiß ja nicht, wie alt ich werde? Ich nehme jetzt nur 550 Euro raus. Nein, natür­lich nicht. Wenn du da 500 000 Euro liegen hast, auf dem Tages­geld­konto, dann wirst du auf jeden Fall sagen, komm, mein Leben hat sich jetzt hier so darge­stellt, dass ich mich an 3000 Euro gewöhnt habe, die mir norma­ler­weise jetzt fehlen würden. Also nehme ich mir jetzt auch 3000 Euro raus. Wird schon klappen. 

Und wenn dann die Enkel­kinder kommen und sagen Papa, Mama, haben gesagt, sie zahlen mir nicht das Auslands­jahr im Studium, dann wirst du wahr­schein­lich sagen, ja, komm, Papa, Oma tut was dabei, oder Opa.

Und wenn du dann sagst, am Haus müsste eigent­lich mal was gemacht werden. Ja, aber warum soll ich mir Kredit aufnehmen, ich habe ja Geld auf dem Konto. Dann wirst du wahr­schein­lich nicht mehr daran denken. Das heißt, du nimmst wieder Geld da runter. Das heißt, das Spar­schwein, die goldene Ganz, die dafür sorgen soll, dass du ein Leben lang, einen Lebens­stan­dard erhalten kannst, auf eine gewisse Form. Die wirst du nach und nach rupfen. Und irgend­wann wird es keine Gans mehr geben, weil wenn du diese 3000 Euro monat­lich raus nimmst, dann sind die 500 000 Euro nach 13,8 Jahren weg.

Und das ist der Vorteil, auch wieder meiner Meinung nach, einer Fonds­po­lice, die sichert nämlich ein Lang­le­big­keits­ri­siko ab. Das heißt, du kriegst eine Rente, die wird ein Leben lang gezahlt. Und wenn du 120 Jahre alt bist. Wir wissen ja auch nicht, was in 35 Jahren ist. Es kann ja sein, dass plötz­lich die Menschen wirk­lich im Durch­schnitt 120 Jahre alt werden, weil medi­zi­ni­sche Durch­brüche Nano­tech­no­logie, Medizin schafft es, die Medizin schafft es Krebs zu heilen und was und was und was alles.

Das wissen wir alles nicht. Das heißt, auch das können wir heute noch gar nicht beur­teilen. Wir können nur nach Wahr­schein­lich­keiten und nach Chancen beur­teilen. Und die Wahr­schein­lich­keit, dass die Lebens­er­war­tung steigt, weil sie das in den letzten 30 Jahren auch gemacht hat, die ist schon groß. Und der tech­no­lo­gi­sche Fort­schritt und der medi­zi­ni­sche und forschungs­mä­ßige, der wird da auch mal schneller gehen. Und das ist ein Punkt, den ich auch nochmal anregen würde, einzu­be­ziehen. Fassen wir also zusammen, eine Fonds­po­lice hat natür­lich höhere Kosten als ein ETF Spar­plan, hat aber auch diverse andere Vorteile, z.B. auch Steu­er­vor­teile, wenn es um die wegfal­lenden Abgel­tungs­steuern geht, die bei Reba­lan­cing z.B. fällig werden, oder auch hinten beim Ablauf­ma­nage­ment, wenn ich dann langsam umschichte und verkaufe. Und das ist der Grund, warum es Sinn macht, sich mal indi­vi­duell beraten zu lassen und sich damit zu beschäf­tigen, ob viel­leicht für einen persön­lich das passen könnte. Die Praxis zeigt, dass die Menschen, die sich an mich wenden, die meis­tens übri­gens auch schon Spar­pläne hatten oder haben, oder auch Depots. Die sagen dann, okay, nachdem ich jetzt alle Infor­ma­tionen habe, muss ich ehrli­cher­weise sagen, das passt viel besser zu meinem Leben.

Und das passt viel besser zu meiner Einstel­lung, weil ich nicht einfach keinen Bock hab, mich ständig damit zu beschäf­tigen. 

Gut, dann mach das, und dann ist das genau richtig. Und wenn du jetzt nicht weißt, was fragen kannst, dann verein­bare, mit mir einen Kennen­lern­termin, dann kann ich dir mal erklären, wie ich genau arbeite und wie wir da viel­leicht sogar zusam­men­finden und wie ich dir helfen kann. Und wenn dir das Video gefallen hat, dann hinter­lass mir doch mal einen Daumen hoch.

Dann zeigt das YouTube, dass der Content, den ich produ­ziere, inter­es­sant sein könnte für viele. Und wenn du hier neu auf dem Kanal bist und du hast den noch nicht abon­niert, dann wäre das viel­leicht sogar jetzt eine Sache, die du mal eben machen könn­test. Und wenn du die Glocke anmachst, dann wirst du sogar benach­rich­tigt. Einmal in der Woche gibt es hier Videos zum Thema Finanzen und Versi­che­rungen und Dingen, die dich weiter­bringen. Ich freue mich, dich beim nächsten Mal wieder­zu­sehen.

Und viel­leicht sehen wir uns ja sogar auf Insta­gram. Sehr, sehr viele von euch schreiben mich auf Insta­gram an. Also kannst du mir auch gerne auf Insta­gram folgen. Und wir sehen uns beim nächsten Mal wieder, wenn es wieder heißt Finanz Freitag.

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