Bausparen mit VL (vermö­gens­wirk­same Leis­tungen) | NEGATIVBEISPIEL

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Worum geht es?

In diesem Video zeige ich euch ein Nega­tiv­bei­spiel zum Thema Bausparen mit vermö­gens­wirk­samer Leis­tung, und wie einer meiner Mandaten hier leider über den Tisch gezogen wurde.

Inhalt des Videos:

Eigent­lich wollte ich über was ganz anderes spre­chen, aber wieder mal kommt die Bera­tungs­praxis dazwi­schen und ich habe heute etwas erlebt, was ich mal mit euch teilen will. Und zwar geht es um das Thema Bausparen wieder mal, leider. Und in diesem Fall, mit dem Thema vermö­gens­wirk­same Leis­tungen. Wie mein Mandant da über den Tisch gezogen wurde, so würde ich es jetzt ausdrü­cken. Und was du beachten soll­test, wenn du vermö­gens­wirk­same Leis­tungen und ein Bauspar­ver­trag irgendwo in deinen Ordnern findest, das erfährst in diesem Video.

Tach zusammen. Hier ist der Lehnen, ich bin ein digi­taler Versi­che­rungs­makler aus Dort­mund und berate meine Mandanten online, zu den Themen Finanzen, Versi­che­rungen und wie sie sich finan­ziell verbes­sern können. Wenn du neu auf diesem Kanal bist, dann lade ich dich recht herz­lich ein. Hier unten gibt’s so ein kleines Knöpf­chen, da steht abon­nieren drauf. Wenn du das drückst und auch noch die Glocke akti­vierst, dann kriegst du immer mit, wenn hier was Neues auf dem Kanal passiert. Und das sind dann immer nütz­liche Tipps, wenn es um dein Geld und deine Finanzen geht.

So, was ist jetzt passiert? Ich habe einen jungen Mandanten, der vor ein paar Tagen einen Termin gebucht hat mit mir, und den habe ich heute gespro­chen. Und da kam dann heraus, dass er einen Bauspar­ver­trag hat. Dann fragte der, ist das denn eigent­lich gut? Soll man da jetzt irgendwie was dran machen? Ich sag, zeig mal, was hast du denn da? Und es stellte sich heraus, es ist ein Bauspar­ver­trag, den er von seiner Bank verkauft bekommen hat.

Sagen wir mal, ich versuch mal neutral zu bleiben, auch wenn es mir echt schwer fällt in dem Fall. Und dieser Bauspar­ver­trag, der war absolut nicht das, was man sich eigent­lich wünschen würde. Und ich gucke jetzt mal auf mein Handy, und dann gehen wir mal gemeinsam da rein.

Ich hab das jetzt weitest­ge­hend geschwärzt, sodass eben nicht der Eindruck erweckt wird, ich würde jetzt hier eine bestimmte Gesell­schaft schlecht machen wollen. Man sieht also, das ist ein junger Mensch, der ist Azubi, und er hat einen Bauspar­ver­trag bekommen, mit einer Bauspar­summe von 70 000 Euro. Und der Tarif heißt Extra Home M und hat damit ein mindest Bauspar­gut­haben von 40 % der Bauspar­summe, heißt dann, dass du selber 40 % ansparen musst, damit du die anderen 60 % als Darlehen von der Bauspar­kasse bekommst. Das ist eigent­lich ja der Sinn eines Bauspar­ver­trages. Ich habe noch ein Video, das verlinke ich mal hier oben. Wo es über das Thema Bausparen auch geht. Das kannst du gerne anschauen, wenn dich das Thema inter­es­siert. In dem Fall war es jetzt also so, dass der Bauspar­be­rater, ‑verkäufer, ‑schlingel gesagt hat, wir machen mal 70 000.

Wie das herge­leitet wird, kann ich mir sogar fast vorstellen. Letzten Endes ist es ja so, junge Leute gehen dann zum Arbeit­geber und sagen, hey, wie sieht es eigent­lich aus? Kriege ich vermö­gens­wirk­same Leis­tungen? Oder finden das halt im Arbeits­ver­trag. Dann sagt der Arbeit­geber, ja, ja, kannst du gerne was machen. Bring mir so einen Bauspar­ver­trag oder irgendwas mit. Dann rennen die zu Ihrer Bank oder werden von der Bank ange­spro­chen. Und dann sagt der Bank­be­rater, hey, wir müssen mal reden, du kriegst doch Geld von deinem Arbeit­geber geschenkt, willst du das nicht sinn­voll anlegen? ja, dann macht man halt so ein Bauspar­ver­trag, ne? Und wenn wir jetzt einen Bauspar­ver­trag machen, dann ist das ja für eine Immo­bilie. Kannst du dir vorstellen, dass du irgend­wann mal eine Immo­bilie kaufst? Da sagst jeder, ja klar. Und was soll so eine Immo­bilie kosten? Ja, keine Ahnung,was ist dann sinnvoll?Ja, die wird ja wahr­schein­lich sicher­lich sechs­stellig kosten. Pass auf, ich würde dir vorschlagen. Und so ist es denn hier, in so einem Konstrukt, machen wir doch mal 70 000 Euro über einen Bausparvertrag.

Ja, alles klar, sagt der Kunde, ist okay. Und dann gucke ich mir die Gehalts­ab­rech­nung an. Ja, es werden auch 40 Euro von seiner Gehalts­ab­rech­nung umge­bucht, weil der Arbeit­geber halt an die Bauspar­kasse über­weist. Also, worauf will ich jetzt hinaus? 40 Euro spart er im Monat. Das heißt, der hat jetzt hier eine Abschluss­ge­bühr bei 70 000 Euro Bauspar­summe von 700 Euro. 700 Euro Abschluss­ge­bühr, bedeutet also, dass er andert­halb Jahre seine VL im Prinzip erst mal in so ein schwarzes Loch schmeißt, um die Abschluss­ge­bühr zu decken.

Das ist übri­gens nicht normal. Wenn du jetzt sagt, oh, ich hab doch in meinen Finanz­ord­nern auch so ein Bauspar­ver­trag, und ich lass da auch meine vermö­gens­wirk­samen Leis­tungen einfließen. Dann ist es ja sehr wichtig, dass du mal nach schaust. Wie hoch ist denn da die Bauspar­summe? Weil diese Bauspar­summe, bestimmt in der Regel die Abschluss­ge­bühr. Meis­tens ist das 1 %, manchmal sogar 1,6 %. In dem Fall ist es ein Prozent und damit hat der Kunde 700 Euro Abschluss­ge­bühr, die erst mal minus gebucht werden.

Und dann zahlt der Arbeit­geber monat­lich 40 Euro und das ganze andert­halb Jahre, damit gerade mal eben die Kosten begli­chen sind. So und dann habe ich mich schon gewun­dert und hab gesagt so, warum denn eigent­lich so eine hohe Bauspar­summe? Wie kommt denn das? Und sagt der Kunde, ja das hat der mir so gesagt. Ich sag, hast du denn einen bestimmten Grund, warum das jetzt in dieser Größen­ord­nung geschehen ist? Nee, eigent­lich nicht. Gibt es denn noch eine extra Zahlung, die du leistet? Also irgendwas, was du monat­lich da einzahlst? Ne, eigent­lich nicht. Ist das denn geplant? Nein, eigent­lich nicht. Ganz im Gegen­teil, der Kunde hat jetzt sogar gefragt, ob er den jetzt vielleicht‑, ob er an das Geld ran könnte. So, dann hab ich gesagt, weißt du, du weißt schon, dass die Bauspar‑, der Regel­spar­bei­trag wesent­lich höher wäre, nämlich in dem Fall jetzt 315 Euro. Und dann habe ich ihm gesagt, im Prinzip hast du da jetzt erst mal immer noch Minus. Und ja, das fand er nicht so gut.

Ich auch nicht, weil in dem Fall ist es schon ganz schön frech. 700 Euro, bei einer Spar­leis­tung von 40 Euro im Monat, ist schon mal erst ein abso­luter Witz. Und jetzt kommt ja der eigent­liche Punkt. Wenn du jetzt 40 Euro monat­lich in so ein Spar­ver­trag einsparst. Und du willst errei­chen, dass dieser Bauspar­ver­trag mal zutei­lungs­reif ist, sprich, dass du den Anspruch hast auf das Darlehen, was dahinter steht. Dann müss­test du ja 40 % selber ansparen. Und das bedeutet, jetzt sehen wir hier nämlich dann den den Antrag auf Über­wei­sung vermö­gens­wirk­samen Leistungen.

Das heißt, du musst ja dann 28 000 Euro selber besparen, oder ansparen, das ist die Mindest­be­steue­rung. Und wie lange dauert es jetzt bist du mit 40 Euro im Monat, diese 28 000 Euro zusammen hast. Ja, 40 Euro. Das sind nämlich ganz genau 58 Jahre. Dieser Vertrag kann meiner Meinung nach nicht als seriös bezeichnet werden und dementspre­chend auch nicht die Bera­tung, wenn man sie über­haupt noch so nennen kann. Weil wie kannst du denn jemanden einen Vertrag aufs Auge drücken, mit dem Gewissen, mit dem Gedanken, du kannst jetzt 58 Jahre sparen, damit der Vertrag mal zutei­lungs­reif ist. Und danach musst du ja auch noch tilgen. Also was für eine Begrün­dung könnte es jetzt da geben?

Jetzt könnte viel­leicht der Bauspar­ver­treter als Vertei­di­gung sagen, ja, es war ja geplant, dass er schon mal irgendwie die Spar­summe erhöht. Oder es war ja geplant, dass er nochmal was extra einzahlt. Wenn ich die Mandanten aber frage, und das ist halt sehr, sehr häufig der Fall., wenn ich solche Verträge finde, dann wissen die davon nichts.

Und das Ärger­liche ist halt einfach, jetzt ist er eben in der Situa­tion, dass er das läuft jetzt noch gar nicht so lange, knapp über ein Jahr oder andert­halb Jahre. Im Prinzip zahlt er die ganze Zeit jetzt erst mal nur die Abschlussgebühr.

Nochmal, es geht mir hier nicht darum, Bauspar­ba­shing zu betreiben. Es gibt durchaus Situa­tionen, wo ein Bauspar­ver­trag als Instru­ment sinn­voll sein kann. Ich erlebe aber sehr, sehr häufig komi­scher­weise auch Situa­tionen, wo der über­haupt nicht sinn­voll ist. Und sowas ist übri­gens ein Beispiel dafür. Das heißt, Menschen, egal ob jung oder alt, die ihre vermö­gens­wirk­samen Leis­tungen, also eine frei­wil­lige Arbeit­geber, Leis­tung, die sie dann in einen Bauspar­ver­trag rein­ste­cken, mit dem Gedanken dann spare ich halt ein biss­chen. Und dieses Sparen alleine, ist auch heut­zu­tage schon gar nicht mehr unbe­dingt so sinn­voll, wenn man das mit einem Bauspar­ver­trag macht, weil das ursprüng­liche Ziel eines Bauspar­ver­trages ist ja, norma­ler­weise, dass man ein Darlehen hinterher mal nimmt.

So, und wenn du jetzt aber gar nicht vor hast ein Darlehen zu nehmen, dann brauchst du jetzt auch nicht diese mick­rigen Zinsen bei den Bauspar­ver­trägen in Anspruch oder in Kauf nehmen, weil da gibt es halt schon noch andere Möglich­keiten. Also, erstes Zwischen­fazit, wenn du weißt, dass du monat­lich vermö­gens­wirk­same Leis­tungen bekommst und auch der Arbeit­geber das für dich zahlt an irgendwas, eine Bauspar­kasse oder eine Bank oder irgendwas. Dann nimm den Vertrag ruhig mal unter die Lupe. Und wenn du einen Bauspar­ver­trag hast, guck dir mal auf der Bauspar­ur­kunde oder dem jähr­li­chen Konto­auszug, dann meis­tens rechts.

Guck dir mal da an, welche Bauspar­summe du hast. Im Nach­hinein ist das jetzt eigent­lich blöd. Aber es ist doch mal inter­es­sant zu wissen, wie du denn in der Vergan­gen­heit beraten worden bist. Das heißt, du kannst dann halt schauen Wie hoch ist die Bauspar­summe? Und steht die in einem sinn­vollen Verhältnis zu dem, was ich monat­lich spare? Und wie gesagt, leider ist das oft nicht der Fall. Norma­ler­weise müsste man bei einem vermögenswirksame‑, Vertrag für vermö­gens­wirk­same Leis­tungen, irgendwas im Bereich von 5 bis 10 000 Euro an Bauspar­summe haben, damit das halt in einer sinn­vollen Größe passiert mit der Abschluss Gebühr.

Also, das heißt dann 50 bis 100 Euro. 5000 Euro machen nicht mehr viele Bauspar­kassen, aber 50 bis 100 Euro Abschluss­kosten, sind ja dann okay. Dann hast du halt mal unge­fähr zwei Monate, viel­leicht Abschluss­ge­bühr bezahlt, und danach sparst du dann los im Bauspar­ver­trag. Aber doch nicht andert­halb Jahre.

Alter­na­tiven

Was für andere Alter­na­tiven gibt es jetzt? Grund­sätz­lich muss man ja sagen, beim Bausparen gibt es schon auch noch eine staat­liche Förde­rung, nämlich die Arbeit­nehmer Spar­zu­lage und die Wohnungs­bau­prämie. Wenn man die haben kann, weil man im Einkom­mens­seg­ment liegt, wo das noch gezahlt wird, dann kann da schon Sinn machen, dass man einen Bauspar­ver­trag nimmt. Aber wie gesagt, da aufpassen, dass man nicht zu hoch sich was aufschwatzen lässt. Also eine zu hohe Bauspar­summe. Wenn du aber sagst, eigent­lich ist mir das Thema gar nicht so wichtig mit den staat­li­chen Förde­rungen, die man bekommt. Das ist jetzt auch nicht die Welt. Und zusätz­lich wäre es mir viel, viel wich­tiger, dass ich das Geld irgendwie schön arbeiten lassen kann. Dann kannst du zum Beispiel einen EF Spar­plan oder meinet­wegen ein Fonds­spar­plan machen, wo das Geld halt rein fließt und dann für dich arbeitet.

Da gibt es wesent­lich höhere Rendi­te­chancen. Das wirst du wissen, wenn du meinen Kanal abon­niert hast. Dann hast du zumin­dest mal die Möglich­keit, dass da noch ein biss­chen was an Rendite oben­drauf kommt. Es gibt aber auch Situa­tionen, wo es einfach nur darum geht, das Geld vom Arbeit­geber abzu­schöpfen. Und da ist dann die Rendite mögli­cher­weise gar nicht mal unbe­dingt so wichtig, weil das Geld viel­leicht in einem sehr kurzen Zeit­raum gebraucht wird. Dann kann es auch Sinn machen, dass du viel­leicht einen Bank­spar­plan machst.

Es gibt also Banken, die kosten­lose Bank­spar­pläne anbieten, kostenlos in dem Sinne, dass sie halt eben keine Abschluss­ge­bühren beinhalten. Dann gibts aber in der Regel auch keine Zinsen drauf. Aber wenn du jetzt einen so kurzen Zeit­raum hast, dass du sagst, es kann jetzt auch mal sein, dass in so einer Zeit dann eine Börsen­schwan­kung dafür sorgt, dass ich im Minus bin, dann ist es viel­leicht besser, wenn du das Geld brauchst, für irgendwas Bestimmtes, viel­leicht tatsäch­lich jetzt ein Bank­spar­plan zu machen.

Das muss man aber indi­vi­duell sich genau anschauen. Also, wenn du einen Bauspar­ver­trag oder eine vermö­gens­wirk­samen leis­tungs­mä­ßigen Vertrag machen möch­test, dann infor­miere dich vorher nochmal ganz kurz. Wenn du jetzt ganz kürz­lich erst einen gemacht hast und du hast noch nicht viel bezahlt oder viel­leicht sogar noch gar nichts bezahlt. Dann würde ich mir nochmal ganz genau anschauen, was ist das eigent­lich für ein Vertrag und wurdest du mögli­cher­weise über­vor­teilt? Wenn du niemanden hast, mit dem wir über sowas spre­chen kannst, dann komm gerne auf mich zu, mach mit mir ein Kennenlerntermin.

Dann reden wir mal darüber, wie ich arbeite, was ich für meine Mandanten so leiste. Und viel­leicht passt das ja, dass wir dann zusam­men­ar­beiten. Wenn dir dieses Video gefallen oder viel­leicht sogar genützt hat, dann hinter­lass mir gerne ein Like. Ich freue mich darauf, wenn du mir so ein biss­chen Feed­back gibst. Schreib mir gerne in die Kommen­tare, wie du das Ganze so siehst. Welche Erfah­rungen hast du gemacht mit Bauspar­ver­trägen oder mit Bauspar­ver­tre­tern? Verträ­tern, Vertretern.

Und, ganz wichtig, wenn du am Ball bleiben willst und immer nütz­liche Tipps bekommen willst, dann abon­nier meinen Kanal, und ich freue mich, das nächste Mal, euch oder dich wieder­zu­sehen, wenn es wieder heißt Finanz Freitag.

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