ETF Spar­plan vs ETF-Police

ETF-Spar­plan vs ETF-Renten­ver­si­che­rung – was ist wirk­lich besser?

ETF-Spar­pläne sind in den letzten Jahren zum abso­luten Favo­riten vieler Anleger geworden – und das aus gutem Grund. Sie sind günstig, trans­pa­rent und einfach umzu­setzen. Doch immer wieder begegnet mir die pauschale Aussage: „Eine ETF-Renten­ver­si­che­rung lohnt sich nicht, weil sie teurer ist als ein ETF-Sparplan.“

Und genau hier liegt das Problem: Die Diskus­sion dreht sich fast immer nur um die Kosten, aber nie um das große Ganze. Denn ja, eine ETF-Police hat Verwal­tungs­kosten. Aber sie bringt auch Steu­er­vor­teile, stra­te­gi­sche Opti­mie­rungs­mög­lich­keiten und Flexi­bi­lität, die ein normaler ETF-Spar­plan nicht bieten kann.

Wer nur auf die Kosten schaut, verpasst mögli­cher­weise die wesent­li­chen Vorteile einer ETF-Renten­ver­si­che­rung – und könnte am Ende sogar schlechter fahren.

In diesem Artikel spreche ich haupt­säch­lich über die ETF-Renten­ver­si­che­rung als private Vorsorge. Damit ist gemeint, dass keine staat­liche Förde­rung in Form einer betrieb­li­chen Alters­vor­sorge, einer Basis­rente oder einer Riester-Rente betrachtet werden. Da gelten wieder ganz andere Regeln und Krite­rien. Hier geht es um die rein private Bespa­rung einer ETF-Renten­ver­si­che­rung. Der Artikel zeigt, dass auch das für den Netto­er­trag sinn­voll sein kann.

Warum ETF-Spar­pläne nicht per se besser sind

Wenn man die Debatte nüch­tern betrachtet, gibt es zwei entschei­dende Fragen:

  1. Was bleibt nach Steuern und Kosten wirk­lich übrig?
  2. Welche zusätz­li­chen Vorteile bietet eine ETF-Renten­ver­si­che­rung, die ein ETF-Spar­plan nicht hat?

Denn genau hier zeigt sich, dass die pauschale Ableh­nung von ETF-Policen oft zu kurz greift.

Der große Vorteil ETF Spar­plan vs ETF-Police: Steu­er­vor­teile und opti­mierte Anlageprozesse

1. Steu­er­stun­dung: Dein Kapital arbeitet unge­bremst weiter

Bei einem klas­si­schen ETF-Spar­plan muss bei jeder Umschich­tung Kapi­tal­ertrag­steuer gezahlt werden. Das bedeutet, dass ein Teil des Gewinns sofort an das Finanzamt abge­führt wird – und damit dem Zinses­zins­ef­fekt verloren geht.

Anders bei einer ETF-Rentenversicherung:

  • Hier können Umschich­tungen steu­er­frei statt­finden, weil sie inner­halb des Versi­che­rungs­man­tels geschehen.
  • Das bedeutet, dass das gesamte Kapital unge­stört weiter­wachsen kann – ohne stän­dige Steuerabzüge.

2. Halb­ein­künf­te­ver­fahren: Die beste Steu­er­re­ge­lung für lang­fris­tige Anleger

Ein ETF-Spar­plan wird am Ende voll mit der Kapi­tal­ertrag­steuer von 27,99 % (inkl. Soli) belastet. Eine ETF-Renten­ver­si­che­rung, die mindes­tens 12 Jahre läuft und ab dem 62. Lebens­jahr ausge­zahlt wird, profi­tiert hingegen vom Halb­ein­künf­te­ver­fahren:

  • Nur 50 % des Unter­schieds­be­trags wird mit dem persön­li­chen Steu­er­satz versteuert.
  • Bei einer Renten­zah­lung wird sogar nur der geringe Ertrags­an­teil besteuert.

Das kann die Netto­ren­dite spürbar verbes­sern – gerade für Anleger mit lang­fris­tigem Horizont.

Kosten vs. Netto-Ertrag: Der Marathon-Vergleich

Viele ETF-Fans argu­men­tieren, dass ETF-Policen teurer sind als ETF-Spar­pläne. Und das stimmt zunächst auch. Aber die entschei­dende Frage ist nicht, welche Vari­ante die nied­ri­geren Kosten hat, sondern welche Vari­ante nach Kosten und Steuern die höhere Endsumme bringt.

Stell dir vor, zwei Läufer starten gleich­zeitig einen Marathon:

🏃 ETF-Spar­plan: Der schnelle Läufer mit Trinkpausen

  • Der ETF-Sparer läuft ohne Gepäck, also leicht und schnell.
  • Er hat jedoch keine Wasser­vor­räte dabei und ist auf Verpfle­gungs­sta­tionen ange­wiesen, an denen er immer wieder anhalten muss, um zu trinken (Steuern auf Umschichtungen).
  • Zu Beginn mag das noch keine große Rolle spielen, aber je weiter er läuft, desto häufiger muss er anhalten und verliert dadurch wert­volle Zeit.
  • Diese stän­digen Stopps bremsen ihn und verhin­dern, dass er sein Tempo konstant halten kann.

🏃 ETF-Renten­ver­si­che­rung: Der Läufer mit dem Wasserrucksack

  • Der ETF-Policen-Läufer trägt einen Ruck­sack mit Wasser­vor­räten (die laufenden Verwal­tungs­kosten der Versi­che­rung), was ihn anfangs lang­samer macht.
  • Aber er kann durch­ge­hend weiter­laufen, ohne stoppen zu müssen, da er seine Wasser­ver­sor­gung immer dabei hat.
  • Er verliert keine Zeit, weil er nicht bei jeder Verpfle­gungs­sta­tion anhalten muss.
  • Zwar startet er mit einem leichten Nach­teil aufgrund des zusätz­li­chen Gewichts (Verwal­tungs­kosten), aber er verliert nie durch Steu­er­ab­züge und kann konstant durch­laufen, während der ETF-Sparer immer wieder ausge­bremst wird.

Was lernen wir daraus?

  • Der ETF-Sparer mag anfangs schneller laufen, aber die Pausen (Steuern) summieren sich, und sein Tempo sinkt.
  • Der ETF-Policen-Läufer startet lang­samer, aber die konti­nu­ier­liche Bewe­gung ohne Unter­bre­chung macht ihn lang­fristig schneller.
  • Am Ende holt der ETF-Policen-Läufer den ETF-Sparer ein und über­holt ihn, weil er nicht durch Steu­er­ab­züge oder Umschich­tungen gebremst wird.

Flexi­bi­lität und clevere Investmentstrategien

1. Erwei­terte Anla­ge­stra­te­gien sind in einer ETF-Police möglich

  • Während ein klas­si­scher ETF-Spar­plan meist auf einfache Index­pro­dukte beschränkt ist, kann eine ETF-Renten­ver­si­che­rung auch intel­li­gente, finanz­wis­sen­schaft­lich opti­mierte Stra­te­gien ermöglichen.
  • So gibt es Anla­ge­lö­sungen, die über einfache ETFs hinaus­gehen und ein global diver­si­fi­ziertes Port­folio auf wissen­schaft­li­cher Basis zusam­men­stellen – oft mit Stra­te­gien, die dem Privat­an­leger sonst gar nicht zugäng­lich wären.

2. Güns­ti­gere insti­tu­tio­nelle Fondsklassen

  • Viele Versi­che­rungs­ge­sell­schaften bieten Zugang zu kosten­güns­tigen insti­tu­tio­nellen Fonds, die für Privat­an­leger nicht verfügbar sind.
  • Dadurch können die Verwal­tungs­kosten teil­weise kompen­siert werden.

3. Keine ETF-Schlie­ßungen oder steu­er­pflich­tige Fusionen

  • Immer wieder kommt es vor, dass ein ETF geschlossen oder in einen anderen Fonds über­führt wird.
  • In einem normalen Depot führt das oft zu einem steu­er­pflich­tigen Verkauf – bei einer ETF-Police passiert das nicht.

ETF Spar­plan vs ETF-Police: Warum eine pauschale Ableh­nung der ETF-Renten­ver­si­che­rung falsch ist

Ja, ETF-Spar­pläne sind günstig und sinn­voll – aber sie sind nicht per se besser als eine ETF-Renten­ver­si­che­rung.
Die entschei­dende Frage ist: Welche Stra­tegie bringt dir am Ende nach Steuern und Kosten das beste Ergebnis?

🔹 Wer nur auf die Kosten schaut, verpasst die steu­er­li­chen Vorteile einer ETF-Police.
🔹 Steu­er­freies Umschichten und das Halb­ein­künf­te­ver­fahren sind ein echter Rendi­te­turbo.
🔹 Erwei­terte Anla­ge­stra­te­gien und insti­tu­tio­nelle Fonds sind oft nur inner­halb einer ETF-Police zugänglich.

Deshalb ist die pauschale Aussage „ETF-Policen lohnen sich nicht“ zu kurz gedacht. Es kommt auf die Details an!

Welche ETF-Renten­ver­si­che­rung ist die richtige?

Natür­lich gibt es auch schlechte Produkte. Hohe Kosten oder inef­fi­zi­ente Tarife können den Vorteil einer ETF-Police zunich­te­ma­chen. Deshalb ist eine sorg­fäl­tige Analyse unerlässlich.

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Denn egal, ob ETF-Spar­plan oder ETF-Renten­ver­si­che­rung – die beste Wahl ist die, die zu deinen indi­vi­du­ellen Zielen passt.

So ist der Artikel nicht nur infor­mativ, sondern wider­legt auch die pauschale Ableh­nung von ETF-Renten­ver­si­che­rungen. Dazu wird dein Bera­tungs­an­satz klar betont: Nicht jedes Produkt ist gut, aber mit der rich­tigen Analyse kann man eine kluge Entschei­dung treffen. 🎯

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Bitte buche nur dann einen Termin mit mir, wenn du mit mir zusammenarbeiten möchtest. Reine Informationsanfragen kann ich (aufgrund der hohen Nachfrage) in Terminen nicht bearbeiten. Dazu kannst du mir aber gerne über das Kontaktformular schreiben. 

Hinweis zum Jahresende

Das Jahr ist fast vorbei und ich kann keine Termine mehr in 2021 anbieten. Sollte ein Abschluss von Altersvorsorgeverträgen oder Berufsunfähigkeitsversicherungen gewünscht sein, bitte Eiltermin buchen oder eine Eilanfrage stellen. BU geht dieses Jahr nur noch bei einwandfreier Gesundheitshistorie. Ausführliche Risikovoranfrage erst wieder ab Januar möglich.