Gold Anlage sinn­voll? Mythen und Irrtümer

Gold Anlage sinn­voll? Gold als Invest­ment: Ein Mythos der Sicherheit

Gold wird seit Jahr­hun­derten als wert­be­stän­diger Vermö­gens­spei­cher betrachtet. Beson­ders in unsi­cheren Zeiten setzen viele Anleger auf Gold, weil sie sich davon Sicher­heit und Schutz vor Infla­tion verspre­chen. Doch ein genauer Blick auf histo­ri­sche Daten und Markt­me­cha­nismen zeigt, dass Gold als lang­fris­tige Geld­an­lage oft über­schätzt wird. Während Aktien, Anleihen und Immo­bi­lien lang­fristig Renditen erwirt­schaften, birgt Gold erheb­liche Nach­teile, die viele Anleger über­sehen. Zudem gibt es im Bereich von Gold­spar­plänen und angeb­lich sicheren Gold­de­pots immer wieder frag­wür­dige Ange­bote, die Anleger in die Irre führen können.

Gold bringt keine laufenden Erträge

Ein entschei­dender Nach­teil von Gold im Vergleich zu anderen Anla­ge­klassen ist, dass es keine laufenden Erträge gene­riert.

Aktien zahlen Divi­denden, Anleihen bieten Zinsen, und Immo­bi­lien bringen Miet­ein­nahmen. All diese Anla­ge­formen haben eine eigene Wert­schöp­fung, die dem Investor regel­mäßig Geld einbringt. Gold hingegen liegt nur da und verur­sacht sogar Kosten für Lage­rung und Versi­che­rung. Der Wert von Gold hängt ausschließ­lich von Angebot und Nach­frage ab, ohne dass es eine produk­tive Kompo­nente gibt.

Ein Gold­in­vestor kann daher nur hoffen, dass der Preis in Zukunft steigt. Doch diese Stra­tegie ist nicht planbar und unter­liegt starken Schwan­kungen. Während Unter­nehmen durch wirt­schaft­liche Akti­vi­täten ihre Gewinne stei­gern können, bleibt Gold eine passive Wette auf die Zukunft.

Lang­fris­tige Wert­ent­wick­lung von Gold ist enttäuschend

Über Jahr­hun­derte betrachtet hat Gold nach Abzug der Infla­tion kaum reale Renditen erwirt­schaftet.

Während globale Akti­en­märkte in der Vergan­gen­heit eine durch­schnitt­liche jähr­liche Rendite von 6 bis 8 Prozent nach Infla­tion erzielt haben, lag die reale Rendite von Gold häufig nur bei 0 bis 1 Prozent pro Jahr. Das bedeutet: Wer sein Geld über Jahr­zehnte hinweg anlegt, wird mit einem breit gestreuten Akti­en­port­folio fast immer deut­lich bessere Ergeb­nisse erzielen als mit Gold.

Ein beson­ders eindrück­li­ches Beispiel ist die Entwick­lung des Gold­preises zwischen 1980 und 2000. Nach einem Höchst­stand zu Beginn der 1980er-Jahre verlor Gold über zwei Jahr­zehnte hinweg massiv an Wert und erreichte erst nach der Finanz­krise 2008 wieder alte Höchst­stände. Wer in den 1980er-Jahren in Gold inves­tierte, musste fast 30 Jahre warten, bis sich der Preis wieder erholte – und verpasste in dieser Zeit enorme Gewinne an den Aktienmärkten.

Gold ist kein stabiler Vermögenswert

Viele Menschen halten Gold für eine beson­ders stabile Anla­ge­form, doch die Realität sieht anders aus.

Der Gold­preis unter­liegt starken Schwan­kungen, die oft durch Speku­la­tionen getrieben werden. In Krisen­zeiten kann der Preis kurz­fristig stark steigen, doch lang­fristig gibt es auch lange Phasen der Stagna­tion oder sogar Wertverluste.

Beispiels­weise stieg der Gold­preis nach der Finanz­krise 2008 rasant an und erreichte 2011 ein Rekord­hoch von fast 1.900 US-Dollar pro Unze. Doch danach folgte ein massiver Rück­gang, und der Preis fiel bis 2015 auf rund 1.100 US-Dollar. Viele Anleger, die auf stei­gende Gold­preise speku­liert hatten, mussten hohe Verluste hinnehmen.

Diese Entwick­lung zeigt, dass Gold keines­wegs ein sicherer Hafen ist, sondern starken Markt­schwan­kungen unter­liegt – genau wie Aktien, nur ohne die lang­fris­tigen Ertragschancen.

Gold schützt nicht zuver­lässig vor Inflation

Ein weit verbrei­tetes Argu­ment für Gold ist, dass es als Schutz gegen Infla­tion dient. Doch die histo­ri­schen Daten zeigen, dass dieser Schutz nicht immer zuver­lässig funk­tio­niert.

Zwar gibt es einzelne Zeit­räume, in denen Gold im Zuge stei­gender Infla­tion an Wert gewann, doch es gibt ebenso viele Phasen, in denen dies nicht der Fall war. Ein beson­ders auffäl­liges Beispiel ist die Zeit zwischen 1980 und 2000. In diesen zwei Jahr­zehnten gab es in vielen west­li­chen Ländern eine mode­rate bis hohe Infla­tion – doch der Gold­preis sank in dieser Zeit erheb­lich.

Im Gegen­satz dazu haben sich Aktien und Immo­bi­lien lang­fristig als wesent­lich bessere Absi­che­rung gegen Infla­tion erwiesen. Unter­nehmen können Preis­stei­ge­rungen an ihre Kunden weiter­geben, was sich positiv auf Akti­en­kurse auswirkt. Immo­bi­lien profi­tieren von stei­genden Mieten, die sich an die Infla­tion anpassen. Gold hingegen bleibt von diesen wirt­schaft­li­chen Entwick­lungen unbe­rührt und reagiert nicht immer wie erwartet.

Gold verur­sacht hohe Kosten für Lage­rung und Handel

Ein weiteres Problem von Gold als Invest­ment sind die damit verbun­denen Kosten.

Wer physi­sches Gold kauft, muss es sicher lagern. Eine Möglich­keit ist ein privater Tresor, eine andere ist die Verwah­rung in einem Bank­schließ­fach. Beide Optionen sind mit Kosten verbunden, die auf lange Sicht die ohnehin oft geringe Rendite schmälern.

Auch der Handel mit Gold ist teuer. Händler berechnen oft Aufschläge auf den aktu­ellen Markt­preis beim Kauf sowie Abschläge beim Verkauf. Das bedeutet, dass Anleger beim Kauf mehr bezahlen, als ihr Gold eigent­lich wert ist, und beim Verkauf weniger bekommen, als der Markt­preis vermuten lässt.

Im Vergleich dazu sind Aktien und ETFs deut­lich kosten­güns­tiger handelbar und verur­sa­chen keine Lagerkosten.

Vorsicht vor Gold­spar­plänen und frag­wür­digen Golddepots

Beson­ders proble­ma­tisch sind Gold­spar­pläne und Gold­de­pots, die von verschie­denen Anbie­tern als vermeint­lich sichere Anla­ge­op­tionen ange­boten werden.

Hierbei erwerben Anleger Anteile an Gold, das angeb­lich in Tresoren – oft in der Schweiz oder anderen als sicher geltenden Ländern – gela­gert wird. In der Praxis ist jedoch oft unklar, ob dieses Gold tatsäch­lich exis­tiert oder in der verspro­chenen Form verfügbar ist.

Immer wieder gibt es Fälle, in denen Anbieter Gold­spar­pläne verkauft haben, ohne das Gold tatsäch­lich in ausrei­chender Menge zu besitzen. Im schlimmsten Fall kann das inves­tierte Geld verloren sein, wenn sich heraus­stellt, dass kein realer Gegen­wert exis­tiert oder das Unter­nehmen insol­vent geht.

Ein weiteres Risiko besteht darin, dass viele Anbieter hohe Verwal­tungs- und Lager­ge­bühren verlangen, die einen großen Teil der poten­zi­ellen Wert­stei­ge­rung aufzehren. Zudem bleibt das Eigentum an dem gekauften Gold oft unklar gere­gelt. Wenn ein Anbieter in finan­zi­elle Schwie­rig­keiten gerät, könnten Anleger fest­stellen, dass sie kein indi­vi­du­elles Eigen­tums­recht an einem konkreten Gold­be­stand haben, sondern ledig­lich als Gläu­biger auftreten – mit unge­wissen Aussichten auf Rückzahlung.

Fazit: Gold ist keine sinn­volle Geldanlage

Gold kann in bestimmten Situa­tionen eine emotio­nale Sicher­heit bieten, doch als lang­fris­tiges Invest­ment ist es in den meisten Fällen eine inef­fi­zi­ente Wahl.

Gold produ­ziert keine laufenden Erträge, unter­liegt starken Schwan­kungen, bietet keinen zuver­läs­sigen Infla­ti­ons­schutz, verur­sacht hohe Lager- und Trans­ak­ti­ons­kosten und ist anfällig für Speku­la­ti­ons­blasen.

Wer Vermögen aufbauen möchte, sollte auf Anla­ge­klassen setzen, die produktiv sind und Erträge gene­rieren. Während Gold rein speku­la­tiven Charakter hat, bieten breit gestreute Aktien-ETFs lang­fristig deut­lich bessere Chancen auf nach­hal­tige Wert­stei­ge­rung. Anleger sollten sich gut über­legen, ob sie ihr Geld in Gold binden oder es in Anlagen inves­tieren, die nicht nur auf Kurs­stei­ge­rungen ange­wiesen sind, sondern aktiv Werte schaffen.

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