Mit Riester Steuern sparen | STEUERVORTEIL einfach erklärt

Worum geht es?

In diesem Video zeige ich Dir ausführ­lich, wie der Steu­er­vor­teil bei der Riester Rente zustande kommt und wie Du ihn selbst berechnen kannst.

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Inhalt des Videos (Tran­skrip­tion):

Ich kriege sehr häufig Anfragen zum Thema Alters­vor­sorge und auch insbe­son­dere Riester. Das ist nicht zuletzt auch meinen Videos zum Thema Wohn-Riester geschuldet. Und ich habe mir gedacht, ich mache jetzt in diesem Video mal etwas, was ich in den Bera­tungen sowieso sehr häufig mache, nämlich mal über die Grund­lagen der Riester-Rente spre­chen. 

Grund­lagen bedeutet, wir spre­chen jetzt mal gar nicht über Produkte, sondern wir reden erst mal über die erste Ebene, nämlich über die gesetz­liche Förde­rung inklu­sive der Steu­er­vor­teile, und ich zeige dir einen Weg, wie du den Steu­er­vor­teil für dich selber ausrechnen kannst, sodass du für dich entscheiden kannst, ob die Riester-Förde­rung für dich inter­es­sant ist oder nicht.

Das hört sich jetzt so einfach und selbst­ver­ständ­lich an und das sollte es eigent­lich auch sein. Wenn ich meine Mandanten berate, dann spreche ich immer relativ lange erst einmal über Systeme, über Gesetze, über allge­meine Konzepte und ganz zum Schluss erst über Finanz­pro­dukte. Es wird aber offen­sicht­lich draußen nicht sehr häufig so gemacht. Ich höre nämlich immer wieder, ja so genau weiß ich eigent­lich gar nicht, wie das mit der Förde­rung ist. Man sagt immer so, ja, da gibt es halt Förde­rungen und dann mach doch mal so einen Vertrag. Und deshalb will ich da heute mal ein biss­chen tiefer einsteigen.

Vorab mal ganz kurz eine kleine Warnung. Dieses Video ist gerade für YouTube Verhält­nisse ziem­lich lang. Für wen könnte das jetzt also was sein? Wenn du sagst, du bist komplett fit, und du kannst die Förde­rung rauf und runter beten, und du kannst dir auch selber ausrechnen, wie der Steu­er­vor­teil aussieht, dann kannst du im Prinzip ja jetzt abschalten, weil darum geht es ja in diesem Video. Dieses Video richtet sich eher an dieje­nigen, die sagen, ich möchte mehr erfahren, ich möchte verstehen, wie die Förde­rung funk­tio­niert. Ich möchte verstehen, ob sich das für mich lohnt, und das aus verschie­denen Gründen. Es kann jetzt also sein, dass du dich auf eine Bera­tung vorbe­reiten möch­test, das du also nicht komplett unbe­darft in so ein Gespräch rein gehst. Unab­hängig davon, ob das jetzt mit mir eine Bera­tung ist oder mit irgend­je­mand anderem. Es kann aber auch sein, dass du sagst, du hast irgendwie einen Riester-Vertrag in deinem Schrank schlum­mern und möch­test mal beur­teilen, ob das Thema Riester über­haupt etwas für dich ist oder ob du das ganz sein lassen kannst.

Oder du sagst viel­leicht auch, du beschäf­tigst dich gerade neu mit dem Thema Riester und möch­test verstehen, ob das was für dich sein könnte und willst so eine Art Wissens­grund­lage aufbauen. 

Zusam­men­set­zung der Förderung

Und jetzt gehen wir mal rein in den ersten Teil, nämlich wie setzt sich diese Förde­rung eigent­lich zusammen? Gehen wir also mal ganz allge­mein ran und sagen, so, wir nehmen jetzt mal die Riester-Förde­rung. Die Riester-Förde­rung ist im Prinzip nichts anderes als ein Gesetz. Das Gesetz sagt, du kannst mindes­tens 4 % vom Brutto sparen, und dann bekommst du 175 Euro Zulage. Für Kinder gibt es 300, mache ich mal in Klam­mern, 300, wenn die ab 2008 geboren sind oder 185, wenn die vor 2008 geboren sind. Und das ist der Mindest­spar­be­trag, den du bei Riester sparen musst. Das heißt, nehmen wir mal ein ganz einfa­ches Beispiel. Wir würden jetzt hier mal so eine Neben­rech­nung machen. 20 000 Euro, dann wäre jetzt die Rech­nung mal 4 %. Das sind dann 800 Euro, und von diesen 800 Euro müssen jetzt die 175 Euro Förde­rung abge­zogen werden, sodass wir hier von 625 Euro reden. Die der Mindest­bei­trag wären für denje­nigen, der hier spart. Also 625 Euro, und das jetzt geteilt durch 12, ist dann quasi der Mindest­bei­trag. Das heißt, wir rechnen jetzt 625 durch 12 sind dann 52 Euro und 9 Cent meinet­wegen, die da Mindest­bei­trag wären. Das ist jetzt das Minimum.

Minimum habe ich so gut wie gar nicht bezie­hungs­weise in der Einkom­mens­klasse, in der ich meis­tens berate, ist Minimum gleich Maximum, denn das ist die zweite Seite. Die zweite Seite ist also, du hast 2000 Euro, die du maximal einzahlen kannst, minus Zulage wieder. Also, die Zulage war ja das hier. Und die Zulage würde also bedeuten, 175 Euro, und wenn du das jetzt rech­nest,  2100 maximal, minus 175 Euro Zulage. Kommst du auf 1925, und geteilt durch 12 sind wir dann bei 160 Euro, im Monat.

Das ist der Maxi­mal­bei­trag als Single, mehr geht gar nicht. Wenn du jetzt Single bist mit einem Kind, dann müss­test du rechnen, 2100 minus Zulage, also inklu­sive dann halt nochmal der 300 Euro. Werden also 475 Euro abge­zogen. Dann bist du nicht bei 160, sondern noch ein biss­chen weniger. So, das heißt also, Maxi­mal­be­trag ist auto­ma­tisch irgend­wann der Punkt, wo du ein gewisses Einkommen über­schrei­test, weil diese 4 % vom Brutto, sind ja irgend­wann mal 2100 Euro und mehr. Und deshalb, Maxi­mal­be­trag ist manchmal halt auch der gleich­zei­tige Mini­mal­bei­trag. 

Das ist so die grund­sätz­liche Funk­ti­ons­weise. Das heißt also, du hast einen Beitrag, den du sparen muss, damit du diese Zulage hier bekommst. Und diese Zulage ist aber nicht alles, sondern du kannst diese 2100 Euro auch noch von der Steuer absetzen. Und das ist dann ein zusätz­li­cher Steu­er­vor­teil, der darüber gene­riert wird. So, und jetzt gehen wir mal ganz kurz dahin, wo steht denn das eigent­lich? Und zwar steht das alles im Einkom­men­steu­er­ge­setz. Wir haben hier das Einkom­men­steu­er­ge­setz Para­graph 10a. Da steht dann drin, in der inlän­di­schen gesetz­li­chen Renten­ver­si­che­rung Pflicht­ver­si­cherte, können Alters­vor­sor­ge­bei­träge, zuzüg­lich der dafür nach Abschnitt 11 zuste­henden Zulage jähr­lich bis zu 2100 Euro sparen und dann als Sonder­aus­ga­ben­abzug abziehen. Das Gleiche gilt für und so weiter und so fort.

Also, das heißt, das steht im Einkom­men­steu­er­ge­setz, und Para­graph 10a sagt dann eben aus maximal 2100 Euro inklu­sive der Zulage. Und wenn wir dann auf Para­graph 84 Einkom­men­steu­er­ge­setz gehen, dann steht da, der Zula­gen­be­rech­tigte erhält eine Zulage, und das sind maximal 175 Euro, wie ich gerade gesagt hatte. Dann haben wir nochmal einen Bonus, das steht dann hier.  Für Zula­gen­be­rech­tigte, die das 25. Lebens­jahr noch nicht voll­endet haben. Die bekommen dann einmalig 200 Euro extra. Das ist also eine Zulage, die du als Berufs­starter, beispiels­weise als junger Mensch noch bekommst, wenn du einen Riester-Vertrag star­test. Das ist dann die Zulage, die ab dem 1.01.2018 gilt. Früher war das mal weniger, aber das ist ja auch egal, was das früher mal war. Jetzt zählt 155 Euro Zulage. 

So, das heißt, wir gehen mal auf den nächsten Para­gra­phen. Das ist der Para­graph 79. Da steht dann eben drin, wer über­haupt in der Lage ist, Zulage zu bekommen. Das sind dann halt in der Regel, mal verein­facht gesagt, sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tige Ange­stellte, mit ein paar Ausnahmen, nämlich die, die in Versor­gungs­werken drin sind, zum Beispiel Apotheker, Ärzte und so weiter. Und jetzt wirds inter­es­sant. Das eigent­lich Inter­es­sante ist ja dann der Steu­er­vor­teil, weil sonst würde man ja sagen, Riester lohnt sich nur für dieje­nigen, die wenig verdienen.

Dieser Steu­er­vor­teil wie rechnet der sich jetzt aus? Ganz einfach, diese 2100 Euro, die kannst du von deiner Steuer, von einem zu versteu­ernden Einkommen abziehen. Und das führt dann halt dazu, dass du weniger Einkommen im Jahr zu versteuern hast. Und auf weniger Einkommen musst du natür­lich auch weniger Steuern zahlen. Und das will ich dir mal eben ausrechnen oder zeigen, wie du dir das selber ausrechnen kannst. Und zwar gibt es eine Seite vom Bundes­mi­nis­te­rium der Finanzen. Da kannst du dir die Einkom­mens­steuer selber berechnen.

So, wir gehen jetzt mal von jemanden aus, der allein­ste­hend ist und 60 000 Euro verdient. Jetzt rechnen wir also mal, was zahlt jetzt ein Mensch, der 60 000 Euro zu versteu­erndes Einkommen hat, als Single. Was zahlt der eigent­lich an Steuern? Und dann steht das hier. Da steht dann, jemand, der 60 000 Euro als Allein­ste­hender in 2020 verdient, zahlt 16 000 Euro Einkom­mens­steuer und ein Soli­da­ri­täts­zu­schlag von 892, sodass man insge­samt auf 17 128 kommt. Das ist also die feste Formel, wie ein Einkommen versteuert wird. Und jetzt ist es so, dass dein Arbeit­geber, wenn du ange­stellt bist. Auf deinen monat­li­chen Lohn quasi, eine Steu­er­vor­aus­zah­lung sozu­sagen zahlt, und am Ende des Jahres oder Anfang des nächsten Jahres kannst du dann sagen, liebes Finanzamt, ich habe jetzt letztes Jahr so und so viel Geld verdient. Mein Arbeit­geber hat so und so viel Lohn­steuer über­wiesen. Aber eigent­lich habe ich ja viel weniger verdient. Das heißt, ich muss weniger Steuern zahlen, und das erklärst du ja mit der Einkom­men­steu­er­erklä­rung. Dafür machst du die Einkom­men­steu­er­erklä­rung ja.  Es gibt ja eine gewisse Sachen, die du abziehen kannst. Zum Beispiel die Werbungs­kosten, aber eben auch im Rahmen des Sonder­aus­ga­ben­abzug die Riester Beiträge. Und über­tragen heißt das dann, du sagst, nehmen wir mal das Beispiel hier. Ey, ihr hab jetzt gedacht, ich verdiene 60 000, aber das stimmt ja gar nicht, liebes Finanzamt. Ihr habt euch da vertan, weil ich hab ja 2100 Euro Riester Beiträge gezahlt. Das heißt, ich muss ja nicht 60 000 versteuern, sondern nur 57 900.

Und dann sagt das Finanzamt, mal so im über­tra­genen Sinne, ach so, ja, das wussten wir natür­lich nicht. Dann haben Sie ja tatsäch­lich zu viel gezahlt. Dann über­weisen wir Ihnen das jetzt zurück. Und das ist dann die Steu­er­erstat­tung, die du bei der Steu­er­erklä­rung oder nach der Steu­er­erklä­rung bekommst. Der Grenz­steu­er­satz ist der, den du quasi von jeder, von jedem Euro, den du an Steuern oder zu versteu­ernden Einkommen sparst, den du abziehen kannst. Wenn du also jetzt 100 Euro weniger zu versteu­erndes Einkommen hast, sparst du dir 42 % von diesen 100 Euro, also 42 Euro an Steuern.

Ich hab hier übri­gens nochmal einen anderen Rechner. Den verlinke ich auch hier in den Kommen­taren. Da ist es nochmal ein biss­chen schöner darge­stellt. Wir machen das jetzt mal so, ich geh jetzt mal her und sage jetzt mal, 59 000 Euro und dann sogar mal mit Kirchen­steuer. Hier in NRW sind das 9 %. Und so sieht das dann aus. Jemand, der 59 000 Euro Einkommen hat, zahlt also rein an Steuer 15 816. Das ist ein Durch­schnitts­steu­er­satz von 27 % und ein Grenz­steu­er­satz von 42 %, weil höher gehts nicht. Das ist der Maxi­mal­satz. Dann gibt’s aber noch den Soli von 869 und die Kirche mit 1400 Euro. Sodass du insge­samt einen höheren Durch­schnitts­steu­er­satz hast und der eigent­liche Grenz­steu­er­satz ist 48 %. So und jetzt pass mal auf. Das ist jetzt der Grund, warum ich das gemacht habe. Wir machen es mal nochmal anders. Sekunde. Wir gehen mal auf tausender Schritte.

Da siehst du nämlich jetzt. Wenn du jetzt nicht 59, sondern 60 000 Euro hast, dann ist der Unter­schied zwischen 18 109 und 18 509 liegen unge­fähr 480 Euro. Das heißt, diese 1000 Euro, die du mehr verdienst, musst du mit 48 % dann  versteuern. Und das ist der Grenz­steu­er­satz. Und umge­kehrt ist es genauso. Wenn du jetzt also die Riester Beiträge 2100 Euro, wenn du die jetzt von der Steuer absetzen kannst, dann sparst du dir darauf den Steu­er­satz sozusagen.

So, und jetzt nehmen wir mal ein paar Beispiele. Du würdest jetzt 2100 Euro und wir haben jetzt gerade gesagt 48 %, rechne ich mal eben aus. 2100 mal 0,48. Das heißt, wenn wir jetzt hier mal von 48 % ausgehen, dann hast du insge­samt 1008 Euro, die dir ein Abzug vom zu versteu­ernden Einkommen in Höhe von 2100 Euro an Vorteil bringen. Wenn ich jetzt mal von 42 % ausgehe, sind es halt, Moment. 2100 mal 0,42 sind 882. So, das Finanzamt sagt jetzt also, aha, du hast jetzt im Grunde genommen 1008 Euro zuviel gezahlt, weil wir wussten ja nicht, dass du 2100 Euro Riester gespart hast.

Aber du kriegst jetzt nicht die 1008, sondern das Finanzamt sagt dann, ja, du hast ja die 175, hast du ja schon als Zulage bekommen. Das heißt, die ziehen wir natür­lich ab. 833 Euro, die sind dann der Steuervorteil.

Das heißt, das ist die gesamte Förde­rung inklu­sive der Zulage. Aber die Zulage hast du ja hier oben schon in den Vertrag bekommen, deshalb kriegst du nochmal 833 Euro Steuern zurück. Und das ist doch nicht schlecht, oder? Also, wenn ich jetzt mal über­lege, alleine der Steu­er­vor­teil. 833. So, jetzt rechnen wir 833 mal 35 Jahre meinet­wegen. Zum Beispiel. 35 Jahre, würdest du jetzt bis zur Rente haben. Dann hast du noch einen Steu­er­vor­teil von 29 155. Und die Zulage bekommst du ja auch nochmal 35 Jahre. Das sind dann also 175 mal 35, da sind dann 6125 Euro Zulage und 29 000 Euro Steu­er­vor­teil. Das ist nur die Förde­rung. So sieht die Förde­rung aus. So, und ich habe in einem anderen Video mal erklärt, dass es natür­lich schlau wäre, wenn man jetzt diese 833 Euro nicht jedes Jahr einfach ausgibt und verkon­su­miert, sondern wenn man die nochmal separat irgendwo rein spart, wo es Rendite bringt. Und dann wird aus diesen 833 Euro nicht 29 155. Ach, ich sehe gerade, ich verdecke das mit meinem Kopf. 

29 155, sondern mögli­cher­weise verdop­peln die sich noch mal auf 60 000 Euro oder so. Also es kommt so ein biss­chen darauf an, wie man spart, wie lange man spart, wo rein man spart, wie viel Rendite sich raus ergibt. Mir ging es ja darum dann, zu verdeut­li­chen, diese 833, die muss man ja nicht ausgeben, die kriegst du jedes Jahr auf dein Konto über­wiesen, im Rahmen der Steu­er­erklä­rung. 

Und wenn du jetzt sagst, okay, ich gib die nicht aus, ich spar jetzt nochmal in den ETF Spar­plan oder in eine Fonds­po­lice oder so. Dann hast du mögli­cher­weise hinterher bei Renten­ein­tritt, dann daraus, weiß ich nicht, 60 000 beispiels­weise daraus gemacht. Aber das ist jetzt erst mal so die grund­sätz­liche Förde­rung, das wäre jetzt ein Punkt, wo man sagt, die Förde­rung an sich ist ja schön, die ist ja gut. Ich bin ein großer Freund von Riester als Förde­rung, als System. Die nächste Heraus­for­de­rung ist ja, erst mal zu über­legen, wie kriege ich denn jetzt die Förde­rung? Wie kann ich denn jetzt diese Förde­rung bean­tragen? Das ist jetzt prak­tisch der nächste Schritt. Das heißt, wenn wir jetzt hier drunter ein Strich ziehen und sagen, ist Riester gut oder nicht? Dann kann man an der Stelle als Förde­rung schon mal sagen, viel­leicht in dem Fall. Zumin­dest sagen das die meisten Mandanten, mit denen ich spreche. Riester als Förde­rung ist gut. Wie kann ich die denn jetzt in Anspruch nehmen? Und das will ich jetzt mal grob verdeut­li­chen. Wir wollen ja heute nicht über Produkte spre­chen, aber über die Syste­matik, wie man eigent­lich eine Entschei­dung bei dem Thema Riester findet. 

Die 4 Durchführungswege

Es gibt jetzt vier Wege, wie du diese Riester-Förde­rung bekommen kannst. Das heißt, ausge­hend von dem Gesetz, gehen wir jetzt auf die nächste Ebene, und ich nenne das jetzt mal Durch­füh­rungsweg. Noch nicht über Produkte, sondern wieder um Durch­füh­rungsweg bedeutet, Ober­ka­te­gorie. Dann gibt es zum Beispiel das Spar­buch, dann gibt es einen Bauspar­ver­trag oder auch ein, ach Gott, so Darlehen. Und dann gibt es einen ETF oder Fonds­spar­plan. Und dann gibt es die Versi­che­rungen. Das sind also vier Durch­füh­rungs­wege, zwischen denen du dich jetzt entscheiden kannst. Wenn du also im ersten Schritt sagst, ja, möchte ich haben, finde ich gut. Was kann ich jetzt tun? Dann kannst du halt ein Spar­buch aufma­chen. Da irgend­wann mal haben die ganzen Verbrau­cher Schützer gesagt, ja, das ist die beste Vari­ante, weil hast du keine Kosten. Ja, das ist auch so, hast aber auch keine Zinsen. Das wissen wir ja heute. Das heißt, wenn du 0,01 % Zinsen gut findest, dann kann man das machen. Aber eigent­lich macht das keiner. Und abge­sehen davon, die Banken machen es mitt­ler­weile auch fast gar nicht mehr.

Das heißt also, Spar­buch fällt zum Beispiel weg. Bauspar­ver­trag und Darlehen. Ist so dieses Thema Wohnen-Riester. Tja, da hab ich ein Video in meinem Kanal, was ziem­lich oft geklickt wird und weswegen ich auch sehr, sehr viele Fragen bekomme, weil die meisten gar nicht die Eigen­schaften von Wohn-Riester genau kennen. Und das heißt, bei dem Thema Bausparen und Wohn-Riester steigen ganz viele aus, weil die sagen so, okay, mir war das gar nicht klar, dass das so viele Einschrän­kungen hat, so viele Nach­teile jetzt indi­vi­duell betrachtet und wollen das nicht mehr. So, bei einem ETF und einem Fonds­spar­plan ist der Vorteil, das Geld fließt halt in die Kapi­tal­an­lage. Der Nach­teil, das hab ich in einem anderen Video mal wiederum erklärt. Also ich habe zu vielen Themen Video schon gemacht. Da ist der Nach­teil, dass das Geld in schlimmen Situa­tionen, bei starken Börsen­schwan­kungen, raus­ge­nommen wird aus den Aktien, die man eigent­lich inves­tieren wollte. Und dann liegt das plötz­lich im Cash. Also, dieses Problem über­schrift Cash lock. Zweites Problem, du kaufst die Katze im Sack. Bei einem ETF und bei einem Fonds­spar­plan ist es nämlich so, dass du nicht zum Abschluss eines Vertrages eine Leis­tung zuge­sagt bekommst, sondern erst dann erfährst, was du eigent­lich für einen Preis bezahlst, wenn du in Rente gehst, also in 35 oder 40 Jahren, im schlimmsten Fall. Das ist der Grund, warum viele dann auch in der Bera­tung sagen, nö das ist nichts für mich. 

Das heißt, es bleibt im Prinzip nur noch ein Zugangsweg oder eine Durch­füh­rungsweg, der in Frage kommt, das ist auch der, den die meisten Mandanten dann gerne genauer betrachtet haben wollen. Und jetzt stellen wir doch eine Sache fest, wenn wir vier Durch­füh­rungs­wege haben, wie du Riester eigent­lich bekommen kannst. Und wir haben jetzt die Versi­che­rung als einzig sinn­vollen Weg. Kann auch für dich viel­leicht was anderes sein. Also, ich habe eine fach­liche Begrün­dung, warum das so ist. Aber meinet­wegen ist es für dich ein anderer Weg. Aber 25 % Trefferquote.

Das heißt also, wenn du einen Riester-Vertrag hast, dann ist die Chance gerade mal 25 %, dass du über­haupt den rich­tigen Durch­füh­rungsweg erwischt hast, wo du zumin­dest mal die Eigen­schaften hast, die dir viel­leicht am ehesten zusagen. Und das ist der Grund, warum du in der Regel selber nicht unbe­dingt das passende Riester Produkt hinten raus findest. Und deshalb kommen die Leute oft zu mir und sagen so, ich hab da mal in der Vergan­gen­heit was gemacht, aber ich habe das Gefühl, das ist nicht die tollste Entschei­dung gewesen. Kannst du dir das mal anschauen? 

Abschlie­ßend nochmal eine Sache. Von diesen 25 % kannst du noch einen großen Anteil wieder runter nehmen, weil wenn wir jetzt mal nur auf den Bereich Versi­che­rungen gehen, dann sind viel­leicht 10 % der Tarife, die du draußen am Markt ange­boten bekommst, und Verträge, Tarife und Verträge viel­leicht 10 % halb­wegs, so dass man sagt, okay, da sind die Bedin­gungen jetzt in Ordnung, sodass man das machen könnte. Auch dazu habe ich mal ein Video gemacht.

Das heißt, wenn du 25 % Tref­fer­quote hast beim Durch­füh­rungsweg und dann in dem Durch­füh­rungsweg nur noch 10 %, ich weiß nicht, ob das mathe­ma­tisch hundert­pro­zentig richtig ist, aber für mich wären das jetzt 2,5 Gesamt­chance, dass du eine rich­tige Entschei­dung getroffen hast. Und das ist der Grund, warum ich eben sage, man braucht eine vernünf­tige Bera­tung. Und ich habe sehr, sehr häufig gemerkt, dass diese Art und Weise, das mal so erklärt zu bekommen, gar nicht so oft gemacht wird, also eigent­lich so gut wie nie. Und das war der Grund, warum ich jetzt gedacht habe, ich fasse das mal in ein Video. Also, wir stellen fest, die Riester-Förde­rung an sich ist erst mal nur ein Gesetz. Das kann man also  jetzt nicht auf ein Produkt deuten, sondern es geht erstmal nur darum, gefällt dir diese Förde­rung ja oder nein? Und gefallen dir die Bedin­gungen, die daran geknüpft sind. Wenn du dann sagst, ja gefällt mir, dann ist der nächste Punkt, welcher Durch­füh­rungsweg ist denn  jetzt der rich­tige für mich.

Also von den vier Durch­füh­rungs­wegen den passenden finden. Und inner­halb des Durch­füh­rungs­weges kommen dann erst die Produkte, die dann in diesem Durch­füh­rungsweg zur Wahl stehen. Und da gibt es jetzt zum Beispiel bei der Versi­che­rungen. Ich weiß nicht, ich glaube 80 Tarife oder so, die in Frage kommen. Und wenn man dann aber filtert und stellt dann fest, von 80 Tarifen kommen viel­leicht hinterher nur noch fünf, sechs, sieben in Frage wirk­lich. Aufgrund der Bedin­gungen und der Krite­rien, die man dran setzt. Dann stellt man sehr, sehr häufig fest, dass der Vertrag, der in deinem Ordner liegt, viel­leicht doch nicht so der rich­tige ist. Oder dass, wenn du jetzt alleine sagst, ich möchte gerne mich neu für Riester entscheiden. Das ist so gut wie unmög­lich ist, dass du die rich­tige Entschei­dung alleine triffst. 

Wenn du zu diesem Thema keinen Ansprech­partner hast, dann komme gerne auf mich zu. Ich arbeite als unab­hän­giger Finanz und Versi­che­rungs­makler im Auftrag meiner Mandanten und nicht im Auftrag irgend­einer Gesell­schaft. Und dann erar­beiten wir gemeinsam mal deine persön­liche Förde­rung. Wobei, das kannst du jetzt auch alleine. Und dann erar­beiten wir gemeinsam, was für dich der rich­tige Durch­füh­rungsweg und was für dich die rich­tige Gesell­schaft sein könnte. 

Wenn dir das Video gefallen hat oder dich unter­halten hat, dann hinter­lass mir doch gerne mal ein Like. Und ich freue mich auch, wenn du mir mal in die Kommen­tare schreibst, wie du das bisher so wahr­ge­nommen hast mit der Riester Thematik. Und einen ganz beson­deren Gefallen könntet ihr mir tun, indem ihr mal in die Kommen­tare rein schreibt, welche Themen euch noch interessieren.

Ich bin selber natür­lich schon auch immer am über­legen, was kann man denn so erzählen, aber mich würde noch viel, viel mehr inter­es­sieren, was inter­es­siert euch denn. Und wenn du sagst, du hast jetzt gerade ein Thema, was dich beson­ders inter­es­siert, dann schreib mir das unten rein. Ansonsten, denk dran,  am besten den Kanal abon­nieren und die Glocke anschalten, damit du auch beim nächsten Mal eine Benach­rich­ti­gung bekommst. Bis dann erstmal, der Lehnen.

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