Keine BU abschliessen und statt­dessen sparen? | QUICKTIPP

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Worum geht es?

Ist es sinn­voller, keine BU abzu­schließen und statt­dessen zu sparen? In diesem Video rechne ich Dir aus, wie das aussehen würde.

Inhalt des Videos (Tran­skrip­tion):

Kann man eine Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung nicht einfach auch lassen und dafür das Geld lieber zur Seite sparen? Genau das wollen wir uns zum heutigen Quick­Tipp mal kurz angucken.

Gerade wenn ich junge Leute spreche, höre ich öfter mal, ich brauche keine Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung, glaube ich irgendwie nicht dran. Ich spare mir das Geld lieber zur Seite. Dann habe ich es wenigs­tens noch in der eigenen Hand, falls ich nicht krank sein sollte. Und das wollen wir uns mal gemeinsam anschauen. Dazu habe ich in einem der letzten Videos schon mal diese Über­sicht berechnet. Und zwar nehmen wir hier mal einen 30 jährigen Wirt­schafts­in­ge­nieur, der sagt, ich möchte zwei­ein­halb­tau­send Euro haben, wenn ich krank bin und nicht mehr meinen Job ausüben kann.

Das wäre also norma­ler­weise dann die Berufs­un­fä­hig­keits­rente, die er abschließen würde bis 67 und dann landet man in einer Preis Range bei beim Absi­che­rungs­bei­trag von 70 Euro beispiels­weise im güns­tigsten Fall, viel­leicht auch Mitte 70 oder Mitte 80. Sagen wir mal im oberen Mittel­feld so unge­fähr bis 90 Euro im Monat. Im schlech­testen Fall übri­gens fast das Doppelte, wenn man sich jetzt mal einen teuren Anbieter raus­sucht. Und jetzt gehen wir mal davon aus, du würdest meinet­wegen sogar sagen, 90 Euro abschließen, ja oder nein. Und Nein würde bedeuten, du würdest diese 90 Euro zur Seite legen. Jetzt ist ja das Haupt­pro­blem an der ganzen Nummer, dass du eben bei dieser ganzen Lauf­zeit, die du noch vor dir hast, wenn du mit 67 in Rente gehst, eben nicht weißt, wann du berufs­un­fähig wirst. Das kann dich also im Grunde genommen ja jeder­zeit treffen und je nachdem, wann es dich trifft, im schlimmsten Fall würdest du dann ja die Rente bekommen bis du norma­ler­weise in Rente gehst. Also hier zum Beispiel hast du lange gezahlt, kriegst aber dann beispiels­weise, wenn du  mit 57 berufs­un­fähig wirst, dann noch 10 Jahre deine BU Rente.

Dadurch, dass wir aber nicht wissen, wann das jetzt passiert, kann das theo­re­tisch sein, dass du schon direkt einen Tag nach Beginn berufs­un­fähig wirst und würdest die Rente quasi die ganze Zeit bekommen. Also 37 Jahre. Jetzt gehen wir also einfach mal in den Zins­rechner und sagen, was passiert denn, wenn man statt­dessen das Geld zur Seite legt? Und wir würden jetzt sagen, diese gerade ange­spro­chenen 90 Euro. So sagen wir mal 90 Euro. Und jetzt fangen wir mal nach und nach an zu über­legen, meinet­wegen 10 Jahre, weil du nach 10 Jahren berufs­un­fähig wirst und dauer­haft dann das Geld nicht mehr hättest. Dann hättest du bei 6 Prozent Rendite, aus den 90 Euro nach 10 Jahren, 14 600 Euro gemacht. Also sagen wir mal meinet­wegen auch 15 000 Euro. 15 000 Euro bekommst du, bei der Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung hättest du zwei­ein­halb­tau­send Euro pro Jahr bekommen. Also mal 12, 30 000 Euro im Jahr. Das bedeutet also, dass du mit dem gesparten Geld genau ein halbes Jahr hinkommst und danach ist das Geld weg. Und jetzt muss man sich die Frage stellen, ist das jetzt so besser oder ist es besser, dass du diese zwei­ein­halb­tau­send Euro bekommst, bis du in Rente, gehen es bis 67, also im schlimmsten Fall 27 Jahre lang.

Wenn ich jetzt quasi mal rechne, 27 Jahre. 12 mal 2500, mal 27 Jahre. Dann hättest du norma­ler­weise einen Anspruch auf eine Absi­che­rung von 810 000 Euro und würdest mit deinen 15 000 Euro ein halbes Jahr hinkommen. Und genau das Gleiche können wir jetzt auch weiter rechnen, indem wir einfach sagen, was passiert, wenn das Ganze jetzt nach 15 Jahren passiert? Dann sind das halt dann unge­fähr 26 000 Euro, die da raus­kommen. Auch da kommst du nicht einmal ein Jahr damit hin. Selbst wenn du jetzt sagst, ich gehe 20 Jahre her, dann hast du 41 000 Euro draus gemacht bei 6 Prozent, dann würdest du unge­fähr ein biss­chen was unter andert­halb Jahren mit dem Geld auskommen und dann wäre die Kohle weg. Und dann wäre aber auch dein Leben ganz stark nach unten.

Moin, der schnei­dende Leben ist hier. Ich habe jetzt tatsäch­lich gerade im Video­schnitt gemerkt, dass ich etwas vergessen habe. Ich wollte nämlich noch ein paar weitere Berech­nungen machen, damit man mal sieht, wie sich unter­schied­liche Lauf­zeiten verhalten. Wir haben jetzt gerade 10 Jahre gemacht und 15 Jahre und ich werde jetzt nochmal kurz nach­träg­lich hier ein paar Berech­nungen machen mit längeren Lauf­zeiten. Das heißt also, was passiert, wenn man später, noch später berufs­un­fähig wird und hat es sich dann quasi gelohnt? Und das nochmal jetzt eben auf die Schnelle hier dazu.

Wir gehen jetzt also wieder her, nehmen die 90 Euro und die 90 Euro würden wir jetzt 30 Jahre gespart haben, dann käme dabei raus ein Wert von 88 000 Euro. Das heißt bei 6 Prozent ohne Kosten einfach nur finanz­ma­the­ma­tisch jetzt mal gerechnet, kämen 88 000 Euro raus. Und jetzt rechnen wir 88000 geteilt durch 12, geteilt durch 2500. Das sind dann 2,93 Jahre, die man dann von dem Geld leben kann. Und dann ist das Geld weg. Wenn wir jetzt also 30 Jahre nehmen. Jetzt bin ich mir nicht mehr ganz sicher, ich glaube, ich hab einen 30 jährigen gerechnet. Das heißt, er wäre 60, wenn der nach 30 Jahren dann berufs­un­fähig würde, in dem Fall, und hätte mit 60, 88 000 Euro und käme dann noch ganz knapp unter 3 Jahre hin und dann wäre das Geld halt weg. Das heißt, in dem Fall würde es auch nicht reichen, um das Geld bis zur Rente zu nutzen, für den Lebens­un­ter­halt. Und dementspre­chend kann man sich jetzt vorstellen, dass es dann relativ wenig Sinn macht, das so zu machen, denn der Fall würde ja poten­tiell auch vorher eintreten können.

Jetzt gehen wir also her und sagen 35 Jahre und da kommen wir dann auf eine Größe von 124 260. Also 124 000 geteilt durch 12, geteilt durch 2500, dann kommen wir auf 4 Jahre und dann passt es wieder. Das heißt, erst dann, wenn du erst mit 65 berufs­un­fähig wirst, kannst du dann noch 4 Jahre leben und würdest dann halt in die Rente hinein sogar noch mit dem Geld klar­kommen. In jedem anderen Fall wäre es wahr­schein­lich zu wenig. Also ich will jetzt nicht jedes einzelne Jahr rechnen, aber ich glaube, der Sinn des Videos ist deut­lich geworden. Je früher die Berufs­un­fä­hig­keit statt­findet, desto eher die Wahr­schein­lich­keit, dass du nicht ansatz­weise das Geld zusammen hast, was du brauchst, um wirk­lich dauer­haft davon zu leben. Die andere Betrach­tungs­weise ist, wenn man jetzt sagt, okay, ich gehe jetzt gar nicht von einem größeren längeren Fall aus und du müss­test nur eine gewisse Zeit mit dem Geld klar­kommen, also z.B. ein Jahr oder z.B. zwei Jahre.

Das ist aber nicht die Realität. Es kann durchaus auch sein, dass du mal drei, vier, fünf, sechs Jahre oder viel­leicht sogar bis zum Renten­ein­tritt mit dem Geld klar­kommen musst. Und das wollte ich eigent­lich damit verdeut­li­chen. Ich hoffe, das ist so ein biss­chen deut­lich geworden, was ich damit meine. Das gesparte Geld steht über­haupt nicht in der Rela­tion, in einer guten Rela­tion zu dem, was eigent­lich die Absi­che­rungs­höhe ist. Das heißt, an der Stelle würde ich auf jeden Fall immer empfehlen, darüber nach­zu­denken, den wich­tigsten Teil deines Einkom­mens, nämlich das, was deine Ausgaben sind, abzu­si­chern, damit du es jeder­zeit bekommst, wenn du krank bist. Also quasi egal, ob du krank bist oder gesund bist, immer die gleiche Lebens­si­tua­tion. Und wenn dir dieser Quick­Tipp gefallen hat, dann hinter­lasse mir gerne ein Like. Ansonsten sehen wir uns im nächsten Video wieder. Bis dann der Lehnen.

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