Nach­teile Wohn­riester — DU WIRST ES BEREUEN!

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzep­tieren Sie die Daten­schutz­er­klä­rung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Worum geht es?

Nach­teile Wohn­riester? Was meint er damit? Das was die Bank erzählt hat, klang doch so gut. In diesem Video zeige ich Dir, warum Du Wohn­riester ein Leben lang bereuen wirst. Es ist drama­tisch, wie oft da draußen die bittere Wahr­heit verschwiegen wird.

Inhalt des Videos (Tran­skrip­tion):

Tach zusammen, hier ist der Lehnen und heute ist wieder Finanz Freitag.

Heute soll es mal um das Thema Wohn-Riester gehen und die zwei ganz entschei­denden Nach­teile, weswegen die meisten meiner Mandanten Wohn-Riester völlig scheiße finden, auf gut Deutsch gesagt. Ich will mal so ein biss­chen einleiten, wie das Ganze so zusam­men­hängt und wir kommen auf den ersten Nach­teil zu spre­chen. Wenn du eine Riester-Rente hast, eine Riester Renten­ver­si­che­rung zum Beispiel, dann hast du ja eine Bespa­rungs­phase oder eine Spar­phase und danach kommt dann eine Renten­phase. Und in der Spar­phase kannst du die Beiträge von der Steuer absetzen, das heißt du hast einen Steu­er­vor­teil und in der Renten­phase musst du die Rente, die dann raus­kommt hinterher auch versteuern. Ist ja ganz normal. Irgend­wann muss der Staat ja Steuern kassieren. 

Wohn­för­der­konto

Wir fangen mal an mit dem Thema Wohn­för­der­konto. Das Wohn­för­der­konto dient dazu, die zu versteu­ernde Summe hinterher zu ermit­teln. Das heißt, das ist ein virtu­elles Konto. Und auf diesem virtu­ellen Konto werden jedes Jahr die Ries­ter­bei­träge die du einzahlst, also in den Riester Bauspar­ver­trag zum Beispiel und auch in dein Riester-Darlehen.

Die werden da gesam­melt und gebucht und das ganze wird auch noch mit 2 % verzinst, auch wenn man diese Zinsen in der Regel bei normalen Spar­pro­dukten am Markt gar nicht bekommt. Aber das ist ja auch nur ein virtu­elles Konto und das Ganze sieht dann so aus. Du sparst also die ganze Zeit und die Spar­bei­träge und die Verzin­sung sorgen dafür, dass der Saldo auf dem Wohn­för­der­konto immer weiter ansteigt. Irgend­wann, meis­tens mit 67, gehst du in Rente und dann wird das ganze Konto aufge­löst. Aufge­löst in der Form, dass du dann das, was sich da an Betrag ange­sam­melt hat, versteuern musst.

Du zahlst also, ich nehme mal ein Beispiel, wenn du jetzt 2100 Euro maximal über einen gewissen Zeit­raum zahlst. Ich glaube hier wird gerechnet mit 30 Jahren, dann hast du einen Betrag da drauf stehen. Zeige ich dir gleich. Und du hast jetzt die Möglich­keit zu sagen, ich zahle jetzt die Steuern auf diesen Betrag, und dann kriegst du 30 % Rabatt oder du zahlst das Ganze in Raten bis du 85 bist, also im Prinzip fast ein Leben lang. Jetzt gucken wir uns das mal in Zahlen an. Wer 30 Jahre den Höchst­be­trag von 2100 Euro gezahlt hat, der hat dann einen Stand auf dem Wohn­för­der­konto von 86 600 Euro.

Quelle ist jetzt hier an der Stelle die Verbrau­cher­zen­trale, die ich norma­ler­weise nicht immer so doll finde. In der Hinsicht haben Sie aber mal recht.

Und diese 86 600 Euro musst du dann bei Renten­ein­tritt versteuern. Und wenn du sagst, okay, ich zahle das alles in einem. Wie viel ist das, gib her, ich über­weise dir das, liebes Finanzamt. Dann kriegst du 30 % Rabatt, musst also nur 70 % von dieser Summe versteuern. Und das Ganze sieht dann z.B. so aus. Du hast 30 % Rabatt, darfst aber auch im Gegenzug 20 Jahre lang die Immo­bilie nicht verkaufen. Sonst kriegst du eine Strafe, nämlich das Andert­halb­fache von den 30 % die du gespart hast, muss dann plötz­lich nach versteuert werden.

Wenn du das nach 10 Jahren, nachdem du dann in Rente gegangen bist machst, dann musst du trotzdem, aber natür­lich den Rabatt­be­trag versteuern. Aber nicht das Andert­halb­fache, sondern einfach nur den Rabatt­be­trag, also 30 % vom ursprüng­li­chen. Oder du zahlst es halt bis zu 85 bist, in Raten. 

Beispiel

Gucken wir uns jetzt nochmal genauer an. Wir gehen mal davon aus, dass du ein zu versteu­erndes Einkommen z.B. von 40 000 hast. Dann musst du also von den 86 600, 70% versteuern und nach 30% Rabatt sind das dann also 60 620. Und dann bedeutet das für dich, dass du eine Steu­er­pflicht oder eine Steu­er­last hast von 21 674 Euro. Nochmal ganz langsam an dieser Stelle. Du zahlst also ein Leben lang deine Immo­bilie ab. Du gehst mit 67 in Rente, bläst die Kerzen auf dem Kuchen aus und sagst, boah, Wahn­sinn! Jetzt muss ich nicht mehr arbeiten und jetzt zahle ich keine Darle­hens­rate mehr, weil meine Immo­bilie ist abge­zahlt. Jetzt geht’s mir richtig gut. Ein paar Tage später kriegst du vom Finanzamt einen Brief und da steht, zahlen Sie bitte 21 674 Euro.

Wie würdest du dich da fühlen? Wenn ich das meinen Mandanten erzähle,  dann sagen die hundert­pro­zentig, also das heißt bisher alle, mit denen ich darüber gespro­chen habe, das ist ja Mist. Das will ja kein Mensch, vor allen Dingen nicht die Regeln, die damit verbunden sind. Da komme ich gleich noch drauf. Also 21 674 Euro kannst du dann zahlen. Und wenn du da jetzt nicht zufäl­li­ger­weise das Geld auf dem Konto hast, dann hast du ein Problem.

Dann kannst du aber sagen, ja gut, was heißt Problem, ich zahle das einfach in Raten. Dann zahlst du einfach jedes Jahr 1395 Euro, bis du 85 bist. Und das ist auch finde ich, emotional ein großes Problem. Weil wie gesagt, du hast ja das Gefühl, du hast jetzt ein Leben lang deine Immo­bilie abge­zahlt, gefühlt. Dann gehst du in Rente und denkst, wunderbar, jetzt nur noch die Neben­kosten, aber ich wohne im Prinzip miet­frei. Und dann musst du jedes Jahr fast 1400 Euro Steuern zahlen. Das ist doch blöd, oder? 

Und genau da sagen meine Mandanten auch wieder, nein, das will ich nicht. Ja, musst du. Aber das ist eben das Doofe an der ganzen Geschichte. Und da sagt die halt auch ein Bank­be­rater oftmals nicht, so habe ich es zumin­dest in der Vergan­gen­heit gemerkt. Weil wenn ich mit den Leuten darüber spreche, hast du das ansatz­weise schon mal irgendwo so gehört? Dann sagen die alle, nein, das hat mir nie einer erklärt. 

Und das regt mich ehrlich gesagt richtig auf. Weil wir reden ja hier über eine Sache, die auch dann nicht mehr rück­gängig zu machen ist. Ich will den Banken oder Spar­kassen nichts unter­stellen, aber es ist schon sehr auffällig, dass alle Mandanten darüber nicht Bescheid wissen. Also dass mal einer viel­leicht etwas vergisst und sagt, ja das fällt mir auch jetzt gerade wieder ein, da habe ich nicht drüber nach­ge­dacht. Aber dass nicht einer, der etli­chen Mandanten, die ich in letzter Zeit so beraten habe, sagt, ja, das kommt mir bekannt vor. Das ist schon komisch oder?

So, das ist also das Thema Steuern. Du bezahlst also ein Leben lang Steuern auf eine Immo­bilie, die du schon lange abge­zahlt hast. Das Verkaufs­ge­spräch übri­gens bei der Bank ist total easy. Die Leute fragen dann, hör mal, du woll­test doch eine Immo­bilie kaufen oder, lieber Kunde?  Dann sagst du, ja schon. Dann sagt der Bank­be­rater, wie wäre das denn, wenn der Staat sich jetzt daran betei­ligen würde? Und dann sagst du natur­gemäß, ja, finde ich gut. Und dann sagt der, prima, machen wir einen Wohn-Riester Vertrag. Hier, unter­schreiben, fertig. So geht’s in der Regel offenbar ab, weil mehr an Infor­ma­tion ist den Mandanten nicht geläufig.

Förder­schäd­liche Verwendung

Und jetzt kommt das nächste, die förder­schäd­liche Verwen­dung. Was heißt förder­schäd­liche Verwen­dung? Im Grunde genommen heißt das, dass du etwas machst, was vom Staat so nicht vorge­sehen ist im Rahmen der Förde­rung. Dazu gehört zum Beispiel ausziehen. Dazu gehört zum Beispiel sterben.

Das hört sich jetzt bescheuert an, aber es ist nicht vorge­sehen, dass du stirbst, weil da musst du dann bestimmte Sachen beachten, da komme ich gleich drauf. Da ist z.B. auch mit gemeint ins Ausland ziehen, die Wohnung vermieten, die du gekauft hast und ein biss­chen Zusatz­rente kassieren, geht alles nicht. Also förder­schäd­liche Verwen­dung ist verein­facht gesagt,  das Aufgeben der Selbst­nut­zung. Also, die staat­liche Förde­rung ist dafür da, deine Alters­vor­sorge zu sichern oder zumin­dest zu unter­stützen. Und die Alters­vor­sorge soll dadurch unter­stützt werden, dass du halt keine Miete mehr zahlst. Und deshalb wird Wohn-Riester gemacht. Ist ja auch in Ordnung. Wenn du aber die Immo­bilie nicht mehr für dich selber nutzt, dann ist es eben nicht das, was der Staat mal vorge­sehen hat, und deshalb sagt der Staat dann, ja, das ist aber so nicht richtig, deshalb fällt die Förde­rung jetzt weg. Ganz einfach gesagt. Und das ist dann der Fall, wenn du länger als ein Jahr die Wohnung nicht selbst oder das Haus nicht selbst bewohnst. Das kann aber auch passieren, wenn du sagst, wie ich gerade gesagt habe,  Vermie­tung Was ist denn, wenn du sagst, du hast ein Haus gekauft, die Kinder sind aus dem Haus, haben ausstu­diert, wohnen alle in ihrer eigenen Bude und du sagst, ja, eigent­lich brau­chen wir das Haus nicht mehr, lass uns das doch verkaufen oder viel­leicht auch vermieten. Oder du hast eine Wohnung, ziehst nochmal mit einem neuen Lebens­partner zusammen, wenn du jetzt z.B. alleine bist und sagst dann, ich verkaufe die nicht, weil ich kann ja einfach eine Miete kassieren, ist auch schön. Nein, ist nicht vorge­sehen. Oder was ist, wenn du mal ins Pflege oder ins Alters­heim musst? Dann würdest du ja in der Regel sagen, ja, entweder verkaufe ich jetzt die Wohnung oder ich vermiete sie oder ich verkaufe das Haus, was auch immer.

Das gilt alles als förder­schäd­lich. Und in dem Fall ist es halt so, dass du die Förde­rung zurück­zahlen musst. 

Sonder­fälle

Sonder­fälle gibt es auch, wenn du z.B. beruf­lich bedingt umziehst, also in der Zeit, wo du noch nicht in Rente bist zum Beispiel. Dann kannst du durchaus sagen, ich kann die mal vermieten. Du musst aber halt auch bei Renten­ein­tritt wieder in die Wohnung einge­zogen sein oder in das Haus. Und das muss auch übri­gens nach­ge­wiesen werden. So, und die andere Situa­tion wäre z.B., dass du inner­halb eines Jahres nach Aufgabe der Selbst­nut­zung, einfach sagst, ich nehme den Stand des Wohn­för­der­kontos und zahle den auf einem anderen Riester-Vertrag ein, dann bleibt die Förde­rung im Grunde genommen erhalten.

Wie realis­tisch ist das aber, dass du sagst ich habe da jetzt einen Stand auf dem Wohnen­för­der­konto von meinet­wegen zwischen­zeit­lich 40 000 Euro? Ich zahle die 40 000 Euro, weil die 40 000 Euro gibt’s ja nicht wirk­lich. Das ist ja einfach nur ein Stand. Und wenn du sagst, ich zahle die 40 000 Euro jetzt auf einen Ries­ter­spar­ver­trag ein. Das muss man sich mal vor Augen führen. Finde ich ein biss­chen kritisch.

Tod vor Rentenbeginn 

Nächste Situa­tion Tod. Bei Tod vor Renten­be­ginn, aber während du die Immo­bi­lien nutzt, wird halt in deinem Todes­fall der zu versteu­ernde Betrag deinem Einkommen zuge­rechnet. Das heißt, die Erben haben eine höhere Erbschafts­steuer zu zahlen. Also ganz verein­facht gesagt, die Förde­rung fällt weg, wenn du stirbst. Wenn du verhei­ratet bist, dann kann das Wohn­för­der­konto über­tragen werden auf den Ehepartner und der muss das dann ab Renten­be­ginn versteuern. Das ist also nicht so, dass du bei Tod die ganze Steu­er­schuld los bist, sondern die wird über­tragen an den Ehepartner.

Der muss die Immo­bilie aber selber nutzen. Auch da muss man sich wieder die Frage stellen, jetzt stell dir mal vor, du ziehst mit deiner Frau zusammen oder mit deinem Mann und dann kommt es tatsäch­lich zum Todes­fall und der verblei­bende Hinter­blie­bene ist dann alleine da und sagt sich, ich will aber gar nicht mehr im Haus hier wohnen. Ja, was denn dann? Dann wird die Förde­rung zurück­ge­zahlt. Und das ist das ganze Thema Unfle­xi­bi­lität. Ich mag mitt­ler­weile eher Konzepte, wo man so ein biss­chen flexi­bler ist und sagen kann, man weiß nicht wie das Leben spielt. Man kann sich die Situa­tion neu aussu­chen und das ist bei Wohn-Riester nicht der Fall, weil dann hast du die Immo­bilie ja schon gekauft. 

Tod nach Rentenbeginn

Bei Tod nach Renten­be­ginn müssen die Erben das Guthaben des Wohn­för­der­kontos voll versteuern. Also nochmal, das Wohn­för­der­konto hört sich an wie ein Konto, ist aber kein Konto. Das ist im Grunde genommen ein virtu­eller Saldo, der da entsteht und der muss dann versteuert werden. Und das ist dann schon ein biss­chen blöd, wenn die Erben dann hinterher sagen, okay, wir erben jetzt eine Immo­bilie, aber wir müssen gleich­zeitig ein Wohn­för­der­konto versteuern.

Deshalb sage ich, Wohn-Riester, stopp weg, Finger weg davon. Und das wirst du wahr­schein­lich von alleine schon sagen. Also zumin­dest sagen es meine Mandanten, nachdem ich sie beraten habe. Und jetzt kannst du dir die Frage stellen, was kann man jetzt tun? Wenn du in deinen Ordnern einen Bauspar­ver­trag hast und du hast noch keine Immo­bilie gekauft, und dieser Bauspar­ver­trag ist ein Wohn-Riester Spar­ver­trag, dann komme auf mich zu. Dann können wir das mal checken. Dann kann ich dir ausrechnen, was passiert mit dem Wohn­för­der­konto oder passieren wird, weil jetzt kannst du es noch ändern und dann gibt es Möglich­keiten, wie man die Riester-Rente umge­stalten kann, nach deinen Wünschen.

Wenn du jetzt gerade in einer Phase bist, wo du eine Immo­bilie gekauft hast und einen Bauspar­ver­trag z.B. mit Wohnen­riester einge­baut hast, dann muss man halt auch gucken, ob man da was machen kann. Manchmal ist das möglich. In jedem Fall soll­test du aber die Hilfe nehmen von jemand Unab­hän­gigen. Weil eins ist doch ganz klar, wenn du den Spar­kassen oder Bank­be­rater fragst, ist das jetzt gut, was ich hier gemacht habe. Dann wird er natür­lich sagen, ja, natür­lich ist das gut.

Aber guck mal genau in dein Angebot rein, da steht sogar das Wohn­för­der­konto drin. Das müssen die doku­men­tieren. Die Frage ist halt haben sie es auch wirk­lich so erklärt? Aber zumin­dest schrift­lich ist es nieder­ge­legt worden. Ich hatte neulich erst so einen Fall, da hab ich dann gezeigt, guck, hier steht schwarz auf weiß. Das ziehe ich mir jetzt nicht aus den Fingern. Da steht’s. Und dann sagt die Kundin, das hat mir so im Grunde genommen jetzt nicht wirk­lich einer mal deut­lich erklärt, zucke ich mit den Schul­tern und sage, ja, weiß ich jetzt auch nicht, keine Ahnung. Man kann jetzt nur gucken, wie man das ganze Ding versucht zu retten. Also, suche dir einen Berater, am besten mich. Schreib mich an, wir hören uns bis bald, der Lehnen.

Und jetzt DU!

Optimiere Deine Finanzen und Versicherungen und erziele durchschnittlich mehrere Tausend Euro Vorteil! Buche jetzt Dein kostenloses Kennenlerngespräch und wir besprechen gemeinsam, wie Du von einer unabhängigen Beratung profitieren kannst.