Kevin, die arme Sau | Wenn bei Finanzen & Versi­che­rungen ALLES schief läuft…

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Worum geht es?

In diesem Video zeige ich anhand einer Geschichte, welche Fehler in verschie­denen Versi­che­rungs­ver­trägen oft zu finden sind.

Inhalt des Videos:

Story­time. Heute gibt’s mal eine Geschichte, eine Geschichte von Kevin. Kevin ist ein Typ, der mag keine Finanz­be­rater. Kevin macht vieles im Internet selbst, hat sich gut infor­miert und findet die Dinge kann man auch selber in die Hand nehmen, gerade wenn es um Versi­che­rungen geht. Wofür gibt’s denn diese ganzen Online­ver­gleiche? Kevin hat zusätz­lich noch einen Freund aus der Schul­zeit, der auch Versi­che­rungen verkauft. Der hat da auch ein paar Sachen gemacht und hat sich gedacht, Mensch, das wird ja wohl ganz gut sein, weil der will ja nur mein Bestes, den kenne ich ja schließ­lich von früher.

Hey, grüß dich, hier ist der Lehnen. Ich sitze hier gerade am Computer und will das Video schneiden und stell fest, dass es diesmal unglaub­lich lang geworden ist. Das liegt daran, dass die Story mit einer ziem­lich hohen Fülle von Finanz­tips voll­ge­packt ist. Dauert also ein biss­chen länger und viel­leicht betrach­test du das Video einfach als so kleinen Podcast. Schreib mir mal in die Kommen­tare, ob das okay für dich war und ob du etwas daraus gelernt hast. Und jetzt erst mal viel Spaß. 

Wissen­schaftler haben fest­ge­stellt, dass man über Geschichten am besten lernt. Und deshalb bin ich heute nicht nur digi­taler Finanz und Versi­che­rungs­makler, der seinen Mandanten bundes­weit hilft, sich finan­ziell zu verbes­sern. Nein, ich bin auch zusätz­lich heute mal Geschich­ten­er­zähler. Norma­ler­weise erzähle ich auf diesem Kanal nicht nur Geschichten, und wenn du Inter­esse und Spaß an Finanzen und Versi­che­rung hast, dann abon­nier diesen Kanal.

Da kriegst du immer mit, wenn hier ein neues Video kommt. Und heute geht es mal um Kevin. Kevin ist, wie gesagt, so ein “do it yourself” Typ. Der denkt sich, meine Güte, das kann ja wohl alles nicht so schwer sein. Ich hab ein paar Videos gesehen, ich hab ein paar Blogs gelesen. Ich schließe den Groß­teil meiner Versi­che­rung im Internet ab, und zusätz­lich hab ich halt noch den Kumpel, der macht halt auch in Versi­che­rung, paar Sachen kann man ja da machen. Da hat er ein biss­chen was davon, und außerdem will der wahr­schein­lich eh nur mein Bestes. Ich kenne ihn ja. 

Das Blöde an dieser Geschichte ist, dass Kevin wahr­schein­lich der größte Pech­vogel auf Erden ist. Und warum das so ist, das werdet ihr jetzt erfahren. 

Immo­bi­li­en­fi­nan­zie­rung

Es fängt alles damit an, dass Kevin sagt, ich würde dann doch gerne mal nicht nur Miete zahlen, sondern ich würde dann gerne mal ein eigenes Haus kaufen. Kevin kauft sich also ein Haus, macht die Finan­zie­rung bei seiner Haus­bank, weil wo denn auch sonst. Das Blöde ist nach einiger Zeit stellt er fest, irgendwie ist das doch nicht so gut gelaufen, weil die Zins­kon­di­tionen, die ich da bekommen habe, die ist eigent­lich gar nicht gut. Ganz im Gegen­teil. Ich habe unglaub­lich viele Leute in der Sied­lung, die viel bessere Kondi­tionen haben. Hätte Kevin mal lieber vergli­chen. Kevin hat also die Haus­bank gefragt und hat nicht unab­hängig einen Banken­ver­gleich gemacht bei der Finan­zie­rung. Dieser Fehler kostet Kevin ganz schön viel Geld. Aber das ist ja nicht schlimm, weil er hat einen Kumpel kennen­ge­lernt in der Sied­lung, also ein Nachbar quasi.

Und er hat gesagt, ach so ein biss­chen was im Akti­en­markt. Und das ist eigent­lich ganz einfach. Du musst nur so ein biss­chen versu­chen, die Unter­nehmen zu lesen, und dann ist das ganz easy. Und wenn du ein biss­chen Geld hast und richtig inves­tierst, kannst du das richtig vermehren. Jetzt denkt Kevin sich, okay, ein biss­chen was hab ich ja noch über. NImmt seine letzten 10 000 Euro und inves­tiert die in Aktien. Nimmt sich jetzt auch wirk­lich ein Dax-Unter­nehmen, inves­tiert volle Möhre rein. Glaubt einen guten Zeit­punkt erwischt zu haben, weil es geht so leicht bergab. Er hat so ein biss­chen das Gefühl, gut, jetzt hab ich nochmal einen güns­tigen Kurs erwischt. Und das Problem ist, es geht nur noch bergab. Kevin hat Wire­card Aktien gekauft. Das Geld verschwindet quasi beim Zugu­cken. Und er denkt sich zwischen­durch, Mensch ey, ich hab ja noch ein biss­chen Dispo, ich nehme jetzt nochmal ein paar tausend Euro in die Hand. Kauf nach, senke den Durch­schnitts­preis und dann gehts wieder nach oben und ich freue mich. Leider nicht passiert. Es geht ganz nach unten, und das Geld ist so gut wie weg. Das ist eine Sache, die ihn nicht so beson­ders freut und er lernt, okay, viel­leicht sollte ich doch nicht in Einzel­ak­tien inves­tieren. Viel­leicht wäre es besser gewesen, ich streue ein biss­chen breiter. 

Gefäl­lig­keits­schäden

Kevin ist ziem­lich sauer, aber was will man machen? Ändern kann man es ja eh nicht. Also lebt er sein Leben weiter, und eines Tages klin­gelt es bei ihm an der Haustür, und sein Nachbar fragt, hey, ich bräuchte mal deine Hilfe. Ich habe eine neue Terras­sen­über­da­chung bestellt. Die ist jetzt ange­kommen, aber das Ding ist viel zu groß. Ich krieg das gar nicht alleine geba­cken. Kannst du mir da mal bei helfen? Ja, kein Problem. 

Kevin zieht seine Hand­schuhe an, zieht seine Arbeits­hose an, nimmt sich seine Leiter, geht rüber zum Nach­barn, und die beiden legen los und werkeln und machen und tun. Und dann ist es irgend­wann so, dass Kevin oben auf der Leiter steht, versucht das Dach fest­zu­halten, und dann wird ihm irgendwie ganz komisch und schwin­delig und schwarz vor Augen. Kevin kracht von der Leiter runter, fällt auf den Boden. Alles rutscht rüber zum Nach­bar­grund­stück, beschä­digt das Auto, beschä­digt die Garage. Mehrere tausend Euro Schaden. Alle sind sauer. Kevin kommt wieder zu sich und sagt, ach, du meine Güte, mein Arm tut aber ganz schön weh. Pass auf, lass uns mal ins Kran­ken­haus fahren. Ich mache von da aus die Scha­dens­mel­dung. Mach dir keine Sorgen, macht euch alle keine Sorgen. Ich habe eine Haft­pflicht­ver­si­che­rung, die zahlt das dann.

Kevin fährt ins Kran­ken­haus, macht da die Scha­den­mel­dung. Es geht auch alles total easy tele­fo­nisch. Und nachdem er die Scha­den­mel­dung abge­setzt hat, lässt er sich erst mal in Ruhe behan­deln. Leider kommt kurz danach die Antwort der Versi­che­rung und die schreibt, sehr geehrter Versi­che­rungs­nehmer, lieber Kevin, wir können da leider nicht zahlen, weil das war eine Gefäl­lig­keits­hand­lung. Und in deinem Tarif sind Gefäl­lig­keits­schäden nicht drin. Das heißt, Kevin bleibt auf mehreren tausend Euro Schaden sitzen und ärgert sich und sagt, warum hab ich das eigent­lich nicht gewusst? Warum zahlen die blöden Versi­che­rungen denn jetzt nicht? Da zahlst du die ganze Zeit, und wenn du sie mal brauchst, dann zahlen die nicht. Das ist schon ziem­lich ärger­lich. Aber irgendwie tut der Arm immer noch weh, und es wird immer schlimmer. Es war auch ein kompli­zierter Bruch, und unterm Strich kommt nach mehreren Wochen raus, der Arm wird wahr­schein­lich nicht wieder voll­ständig in Ordnung sein. 

Das heißt, der Arm bleibt weitest­ge­hend steif. Er wird ihn nie wieder voll­ständig einsetzen können und Kevin denkt sich so, was bin ich für ein Pech­vogel. Aber jetzt bin ich ja froh. Ich bin ja relativ gut ausge­stattet. Ich hab mich vorher infor­miert, und mein Freund hat mir damals auch gesagt, Mensch, mach so eine Unfall­ver­si­che­rung. Ich habe ja eine Unfall­ver­si­che­rung, super Sache. Kevin ruft also bei seiner Unfall­ver­si­che­rung an. Die sagen, schil­dern Sie uns mal den Schaden, schi­cken Sie uns alles schrift­lich rein. Kevin macht die Scha­den­mel­dung, sagt, ich stand auf der Leiter, mir ist schwarz vor Augen geworden, bin runter gekracht, seitdem ist mein Arm beschä­digt, und ich müsste ja jetzt von Ihnen mehrere 10 000 Euro bekommen, weil ich habe ja eine Inva­li­di­täts­leis­tung. 

Die Versi­che­rung schreibt leider zurück, lieber Kevin, das ist jetzt ein biss­chen schade, aber wir können an der Stelle leider nicht zahlen, weil in deinem Tarif sind Bewusst­seins­stö­rungen nicht enthalten. Und dadurch, dass du auf der Leiter stan­dest, und dir wurde schwin­delig, ist das eine soge­nannte Bewusst­seins­stö­rung. Wir zahlen leider nicht und wünschen trotzdem gute Besse­rung und alles Gute.

Kevin ist außer sich vor Wut. Wie kann das denn sein, diese blöden Versi­che­rungen? Keine der Versi­che­rungen, die er bisher in Anspruch nehmen wollte, hat in irgend­einer Form gezahlt. Da kannst du dich doch nicht darauf verlassen. Du zahlst und zahlst, und wenn du sie dann mal brauchst, zahlen sie dann nicht. Und das führt dann dazu, dass er eines Abends sagt, so ich mach es mir jetzt mal gemüt­lich, es wird schon irgendwie weiter­gehen, und wir werden jetzt mal einen schönen Abend machen. Ich setze mich auf die Couch, ich mache mir ein Kerz­chen an, ich mache mir Gläs­chen Wein und dann entspannen wir mal  so ein biss­chen. Kevin macht sich also eine Kerze an, Kevin setzt sich hin, schenkt sich ein Glas Wein ein und denkt sich, es riecht komisch hier, ich bringe noch mal eben den Müll raus. Kevin geht also mit der Müll­tüte raus und wirft den Müll weg, trifft draußen den Nach­barn, und die kommen so ein biss­chen ins Gespräch. Der Nachbar sagt, na, wie ist es denn gelaufen? Und Kevin sagt, ich bin so stink­sauer, diese dämli­chen Versi­che­rungen. Kevin ist richtig sauer, packt die ganze Geschichte aus und sagt, Mensch was für ein Quatsch das alles ist. Und wenn man dann mal Geld brauch. Das hat mich jetzt eine rich­tige Probleme geworfen. Ich muss jetzt alles Mögliche selber bezahlen, musste alle mögli­chen Reserven irgendwie mobil machen. Aber was willst du machen? Naja, ich gehe mal wieder rein. Kevin dreht sich um und merkt schon, dass von hinten so eine Wärme kommt.

Und auf einmal sieht er, dass Flammen aus seinem Haus kommen. Die Kerze hat nämlich dafür gesorgt, dass die Trocken­blume, die auf dem Tisch stand, Feuer gefangen hat. Und plötz­lich fängt das ganze Wohn­zimmer an zu brennen. Das ganze Haus ist voll mit schwarzem Rauch. Und Kevin ruft ganz schnell die Feuer­wehr bei seinem Nach­barn und hofft, dass alles gut geht. Die Feuer­wehr glück­li­cher­weise braucht auch gar nicht lange und ist da. Es wird gelöscht, ordent­lich Wasser rein, alles wieder gelöscht.

Es ist aber relativ viel verbrannt. Ziem­lich großer Schaden. Mehrere Zimmer verrußt mit schwarzem Rauch. Entwi­ckelt sich halt nun mal auf den Möbel Ruß, und Kevin ist ein biss­chen traurig. Wie kann man nur so ein Pech haben? Aber ich bin ja ganz froh, mein Kumpel hat mir damals eine Haus­rat­ver­si­che­rung verkauft. Dann rufe ich die jetzt mal an, dann werden die jetzt ja zahlen. Die Versi­che­rung schreibt zurück. Lieber Kevin, also, das ist jetzt wirk­lich unan­ge­nehm., aber wir können da leider nicht zahlen, weil erstmal ist es ja nicht in Ordnung, dass du das Haus verlässt, wenn die offene Flamme auf dem Tisch steht. Das ist grobe Fahr­läs­sig­keit, und grobe Fahr­läs­sig­keit ist in deiner Haus­rat­ver­si­che­rung leider ausge­schlossen. Zusätz­lich sind Rauch und Ruß Schäden auch nicht einge­schlossen. Das heißt, in doppelter Hinsicht haben wir jetzt hier leider keine Veran­las­sung zu zahlen. Trotzdem alles Gute, viel Glück. 

Kevin hat langsam den Glauben an die Versi­che­rungen verloren. Alle lassen ihn hängen. Das darf nicht wahr sein. Er hat schon wieder Zehn­tau­sende von Euro Schaden. Und schon wieder bleibt er darauf sitzen. Langsam wird es finan­ziell richtig eng, und er denkt sich, das wird ja wohl jetzt hoffent­lich mal alles wieder bergauf gehen hier. Dann kommt ein Schreiben der Stadt. Beim Lösch­vor­gang entstand richtig viel Wasser natür­li­cher­weise, und das Wasser ist ins Grund­wasser gesi­ckert. Und bei diesem Lösch­wasser war natür­lich nicht nur das Lösch­wasser alleine dabei, sondern auch gefähr­liche krebs­er­re­gende Stoffe. Die Behörde macht also eine Boden­un­ter­su­chungen und stellt fest, das ist konta­mi­niert. Das heißt, die Schad­stoff­mes­sung sorgt dafür, dass die Behörde anordnet, du musst jetzt dafür sorgen, dass das Ganze besei­tigt wird. 

Das Ganze wird wieder unglaub­lich teuer. Der ganze Bereich muss dekon­ta­mi­niert werden, und das Problem ist, ihr könnt es euch fast denken. Er schreibt die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung an und sagt, hier, das ist jetzt hier so ein biss­chen blöd gewesen, und das musste dekon­ta­mi­niert werden. Und was schreibt die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung zurück? Die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung schreibt, lieber Kevin, also es tut uns wirk­lich sehr, sehr leid. Das müssen wir jetzt aber in dem Fall leider nicht zahlen, weil in deiner Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung sind Dekon­ta­mi­na­ti­ons­kosten nicht enthalten. Trotzdem alles Gute. 

Kevin ist nerv­lich komplett am Ende. Der kann sich über­haupt nicht vorstellen, wie die ganze Welt gegen ihn sein kann und was das für eine verfluchte Versi­che­rungs­wirt­schaft ist. Warum es über­haupt solche Versi­che­rung gibt? Weil die zahlen ja alle nicht. Kevin gerät in eine Nega­tiv­spi­rale und wird depressiv. Kann sich nicht mehr richtig konzen­trieren, kann nicht mehr richtig essen, kann weder richtig schlafen noch tags­über richtig ausruhen.

Er ist durch­gängig müde, unkon­zen­triert und kann nicht mehr arbeiten. Irgend­wann sagt der Arzt, pass auf, das wird mit deinem Job nichts mehr. Ich würde jetzt mal sagen, du tendierst so in Rich­tung Berufs­un­fä­hig­keit. Geh mal nicht mehr arbeiten, geh mal lieber ein biss­chen in Behand­lung. Kevin ist also berufs­un­fähig. Der ist aber ganz froh, weil er hat eine Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung. Sein Kumpel hat ihm vor 6 Jahren eine Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung verkauft und er denkt sich, meine Güte. Wenigs­tens das bleibt mir, weil wenn das jetzt noch so wäre, dass ich meinen Arbeits­platz nicht mehr hab und ich gleich­zeitig aber sonst keine Reserven mehr habe, dann würde es jetzt ganz schön eng werden.

Da guckt er also in seinen Versi­che­rungs­jahren und stellt fest Moment mal, was ist denn da los? Ich habe ja nur 800 Euro Berufs­un­fä­hig­keits­rente. Das heißt, ich kriege jetzt 800 Euro. Tatsäch­lich. Diesmal hat er Glück. Die Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung zahlt, weil er tatsäch­lich zu 50 Prozent nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf auszu­üben. Aber Kevin kriegt 800 Euro monat­lich, hat aber vorher drei­ein­halb­tau­send Euro verdient. Es wird also richtig richtig eng. Er versucht, durch irgendwie ein paar kleine Neben­tä­tig­keiten noch ein biss­chen was dazu­zu­ver­dienen.

Aber es sieht danach aus, als müsste er alles mobi­li­sieren, was nur irgendwie geht. Zwischen­zeit­lich kriegt er Unter­stüt­zung von der Familie, und er denkt sich, okay, es ist jetzt wirk­lich am Limit, und ich habe ja noch so eine Renten­ver­si­che­rung, ich kündige die jetzt mal, dann hole ich das Geld raus. Weil irgendwie muss ich über die Runden kommen. Das ist jetzt mal eine ziem­lich schwie­rige Zeit. Jetzt schreibt er also die Kündi­gung für die Renten­ver­si­che­rung, was ein biss­chen ärger­lich ist, weil das ist ja eigent­lich Alters­vor­sorge.

Und dann kommt ein Schreiben zurück von der Versi­che­rung. Die Versi­che­rung schreibt, ja, lieber Kevin, du hast zwar die Versi­che­rung gekün­digt, aber wir können die nicht auszahlen, weil ich weiß nicht, ob du schon wuss­test, die Versi­che­rung war ja eine Basis­rente, und die Basis­rente ist für die Alters­vor­sorge vorge­sehen. Wir können die Versi­che­rung jetzt beitrags­frei stellen. Aber wir sehen uns nicht in der Lage, das Kapital jetzt auszu­zahlen. Das ist gemäß Bedin­gungen und per Gesetz quasi nicht vorge­sehen. Trotzdem alles Gute. 

Was für einen Pech­vogel. Aber Kevin hat nicht nur Pech. Kevin hat wirk­lich gute Freunde, die ihm so ein biss­chen bei geholfen haben. Aus der Familie kam noch ein biss­chen Unter­stüt­zung. Er musste seinen Lebens­stan­dard runter setzen, und er hat es tatsäch­lich geschafft, das Haus zu halten. Hat die Finan­zie­rung weiter bedient. Und Kevin, wir gehen jetzt mal ein paar Jahre nach vorne. Kevin ist alt, Kevin hat das Haus endlich abbe­zahlt, und Kevin geht in Rente.

Kevin denkt sich Mensch, ich habe es geschafft, jetzt erstmal ein biss­chen durch­atmen, entspannen. Setzt sich mit einem Käff­chen auf die Terrasse und freut sich, dass er endlich in Rente gegangen ist. Es klin­gelt an der Tür. Wer ist an der Tür? Der Post­bote. Diesmal kommt keine Post von der Versi­che­rung, sondern es kommt Post vom Finanzamt. Kevin hat nämlich die Finan­zie­rung seines Hauses über Wohn-Riester gemacht. Und Wohn-Riester, das wisst ihr, ist natür­lich verbunden mit einem Wohn­förder-Konto, was irgend­wann mal dann auch versteuert werden muss.

Das heißt, Kevin macht den Brief auf. Es fällt ihm die Kaffee­tasse aus der Hand. Kevin hat eine dicke Steu­er­schuld, die er entweder auf einmal beglei­chen kann oder in Raten bis zum 85. Lebens­jahr. Und es wird aber ganz schön schwierig, weil er muss schon sehen, wo er bleibt, denn die Rente ist ja auch nicht hoch, und Kevin setzt sich hin und denkt sich, was für ein scheiß Leben. 

Mit dieser Geschichte wollte ich mal veran­schau­li­chen, dass es unglaub­lich viele Faktoren gibt, die schief laufen können, wenn du alles selber machst.

Wenn du dich darauf verlässt, dass ein Kumpel, der mal irgendwie aus der Schul­zeit ein Freund von dir war, der jetzt Versi­che­rungen macht, dass der das schon alles irgendwie richtig machen wird. Und wenn du sagst, ich mache das im Internet alles selber. Und wenn du sagst, ich hab doch Versi­che­rungen, ich brauche keinen Berater. Wenn du mal in meinem Ordner guckst, ich habe eine Haft­pflicht­ver­si­che­rung, eine Haus­rat­ver­si­che­rung, eine Unfall­ver­si­che­rung. Ich habe sogar eine Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung. Ich habe doch alles. 

Ich mache den Job jetzt seit 21 Jahren, und ich habe tausende Menschen kennengelernt.Und es ist wahr­schein­lich so, dass die meisten davon in der Vergan­gen­heit schon irgendwie mal mit Versi­che­rungen und Finanzen zu tun hatten. Das heißt, irgend­je­mand hat denen schon mal irgendwas ange­dreht. Hat denen irgend­eine Geschichte erzählt. Viel­leicht haben Sie sich auch selber infor­miert und haben was selbst abge­schlossen. Aber so gut wie kein Mensch auf dieser Welt hat noch nie irgend­einen Finanz­vertag in seinen Ordnern gehabt. Es sei denn, du bist viel­leicht gerade erst 12, und selbst dann ist die Wahr­schein­lich­keit groß, dass deine Eltern was für dich gemacht haben.

Was will ich jetzt damit sagen, wenn du das Gefühl hast, du hast eine bestehende Situa­tion, die ausge­füllt ist mit ganz vielen verschie­denen Finanz­ver­trägen. Dann ist es trotzdem sinn­voll, mal einen unab­hän­gigen Rat dir zu holen. Such dir den unab­hän­gigen Berater, der nach­ge­wie­se­ner­maßen Erfah­rung, Fach­kenntnis und die Unab­hän­gig­keit hat, von Versi­che­rungs­ge­sell­schaften und Banken und Invest­ment­ge­sell­schaften und Bauspar­kassen, sondern der in deinem Auftrag arbeitet. Das ist dann halt ein Makler, zum Beispiel ich auch, und lass von dem mal deine Finanzen durch­che­cken.

Und dann wirst du wahr­schein­lich mit einer sehr hohen Wahr­schein­lich­keit fest­stellen, dass deine Sachen doch nicht so toll aufge­stellt sind, weil es ist noch nie vorge­kommen, dass ich jemanden treffe, der alles in eigener Hand hat und danach trotzdem gesagt bekommen hat von mir, das ist alles perfekt, man kann nichts besser machen, es ist alles super. Es gibt immer Opti­mie­rungs­be­darf. Und damit meine ich nicht den Preis. Damit meine ich ganz deut­lich die Leis­tungen, die nicht mal unbe­dingt mit höheren Preisen zu tun haben müssen, sondern du kannst auch, wenn du es gut anstellt, und einen vernünf­tigen Berater hast, einen glei­chen Preis zahlen und trotzdem bessere Leis­tungen bekommen.

Dafür ist es aber erfor­der­lich, dass man sich das mal anschaut. Und wenn du keinen Ansprech­partner hast zu diesem Thema, dann komm zu mir. Mach ein, Kennen­lern­ge­spräch mit mir. Dann zeige ich dir wie ich arbeite und ob wir da viel­leicht zusam­men­passen. Und wenn dir das Video genutzt hat oder gefallen hat oder dich zumin­dest unter­halten hat, hinter­lass mir doch gerne mal ein Like. Wenn du den Kanal noch nicht abon­niert hast, dann kannst du das am besten jetzt mal eben machen.

Denn beim nächsten Mal gibt es wieder ein Video und es heißt wieder Finanz Freitag.

Und jetzt DU!

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